Mülheim trauert um die Opfer des Flugzeug-Unglücks

Was wir bereits wissen
Zahlreiche Menschen beteiligten sich am Donnerstag an der landesweiten Gedenkminute oder suchen seit der Tragödie Trost in den Kirchen.

Mülheim.. Nach der Flugzeugkatastrophe, bei der auch drei Mülheimer ums Leben gekommen sind, haben gestern in der Stadt zahlreiche Menschen der Opfer gedacht. NRW-Innenmister Ralf Jäger hatte alle Dienststellen des Landes und der Gemeinden für 10.53 Uhr zu einer Gedenkminute aufgerufen, an der sich auch Beschäftigte der Mülheimer Verwaltung beteiligten. „Rund 50 Kollegen haben sich im Ratssaal versammelt und der Opfer gedacht“, berichtet Stadtsprecher Volker Wiebels. Andere Mitarbeiter hätten zur selben Zeit anderswo innehalten können.

Als Zeichen der Anteilnahme haben Kinder und Mitarbeiter in den 271 Kindertageseinrichtungen des Kita-Zweckverbands im Bistum Essen Kerzen angezündet. Die Berichterstattung über das Unglück sei am Dienstag omnipräsent gewesen und in den Familien habe man viel darüber gesprochen. Dass etwas Schlimmes passiert ist, sei den Kindern nicht verborgen geblieben, heißt es in einer Mitteilung des Kita-Zweckverbands. Dies gelte es nun, in den Kitas aufzuarbeiten.

MVG hält während der Gedenkminute Busse und Bahnen an

Auch die MVG hat im stillen Gedenken ihre Busse und Bahnen um 10.53 Uhr an der nächstgelegenen Haltstelle stoppen lassen. Die Schweigeminute wurde auch über die elektronischen Anzeigen und Lautsprecher angekündigt.

Zeitgleich wurde zum Gedenken die Totenglocke von St. Mariä Geburt auf dem Kirchenhügel geläutet, berichtet Pfarrer und Stadtdechant Michael Janßen. „Wir wollen den Menschen zeigen, dass wir Anteil nehmen und bei ihnen sind.“ Seit Dienstag seien zahlreiche Mülheimer in die Kirchen gekommen, um zu trauern und Kerzen anzuzünden, so Janßen. „Wie immer bei solch tragischen Ereignissen stehen die Kirchen den Menschen als erstes offen.“ Auch in den Ev. Kirchen habe das Unglück viele bewegt, sagt Michael Manz, Pfarrer der Immanuelkirche in Styrum. „Einige hatten bei Gesprächen Tränen in den Augen.“ Die Tragödie werde nun in den Gottesdiensten aufgearbeitet, so die beiden Geistlichen.