Mühlenfeld soll über Treffen zum Flughafen-Ausstieg in Mülheim informieren
18.02.2011 | 18:09 Uhr 2011-02-18T18:09:00+0100
Mülheim. Politiker fordern von Mülheims Oberbürgermeisterin Dagmar Mühlenfeld Informationen über ein Treffen der Flughafen-Gesellschafter, das Ende Januar stattfand. Mühlenfeld lehnt den einen Bericht ab - und verweist auf ihre Verschwiegenheitspflicht.
Von einer Art Geheimtreffen sprechen CDU, MBI und Grüne und fordern die Oberbürgermeisterin auf, über jene Zusammenkunft der Flughafen-Gesellschafter Ende Januar zu berichten. Auch der Aufsichtsrat habe ein Recht darauf, zu erfahren, was zum Flughafen beschlossen worden sei.
Oberbürgermeisterin Dagmar Mühlenfeld betonte im Hauptausschuss, dass es sich keineswegs um ein Geheimtreffen gehandelt habe, noch seien irgendwelche Beschlüsse gefasst worden. „Es ging lediglich um einen Gedankenaustausch.“ Die beiden Städte Mülheim und Essen sowie das Land müssen als Gesellschafter in den nächsten Wochen und Monaten den Ausstieg aus dem Flughafen beschreiten, so haben es die Räte der Städte und das Land beschlossen.
Wie berichtet , müssen bei dem Ausstieg alte Verträge mit dem Aeroclub und dem Unternehmen Wüllenkemper berücksichtigt werden. Gleichzeitig sollen die Planungen für künftige Nutzungen auf den frei werdenden Arealen am Flughafen beginnen.
Oberbürgermeisterin lehnt Bericht zum Treffen ab
Die OB lehnte einen Bericht zu dem Treffen der Gesellschafter ab. „Wir haben eine Verschwiegenheitspflicht vereinbart, daran halte ich mich.“ Sie will jedoch mit den Partnern reden, ob diese einer Befreiung zustimmen. Dann will sie in der nächsten Ratssitzung Stellung beziehen.
Kritik kommt auch von einigen Aufsichtsratsmitgliedern, die sich durch die Verschwiegenheit in ihrer Arbeit behindert fühlen und Beschwerde einlegen wollen. Ehrliche und ausführliche Informationen seien eine Voraussetzung für eine gute Arbeit des Aufsichtsrates, hieß es.
Flughafen-Geschäftsführer Reiner Eismann erklärte im Hauptausschuss, dass der Flughafen von dem Flugunternehmen VHM noch 22 000 Euro zu erhalten habe. Wie berichtet, hatte VHM Insolvenz angemeldet. Die Probleme für VHM, so Eismann, hätten sich vor allem durch das Verbot der kleine Düse verschärft.
16:57
Wenn man will könnte auch in Zukunft die WDL weiter mit ihren Luftschiffwerft vor Ort bleiben.
Das eigentliche Übel vieler Anwohner ist ja der eigentliche Flugbetrieb.
Dennoch mir stellt sich auch immer wieder die Frage. Da der Flughafen als solches nicht erst seit gestern da ist. Wieso Leute überhaupt in die Umgebung so einer Anlage ziehen. Denn man weiß ja was da einen blüht oder hat man doch die recht günstigen Grundstückpreise gesehen und nicht den Flugbetrieb.
Leider findet man an fast jeden Flughafen diese Beispiele.
Was hätten die Leute gemacht, wenn nicht Düsseldorf sondern der Flughafen Essen/Mülheim zum Drehkreuz der Ferienflieger geworden wäre.
Okay der Flughafen hat heute nur noch kleinere Reginale Aufgaben und bei einer Aufgabe dürften so viele Arbeitsplätze klaum auf der Strecke bleiben.
Es stellt sich aber die Frage was wird aus den Gelände, denn Mülheim brauch mal wieder was die Stadt nach vorne bringt. Derzeit sieht es ja doch recht schlecht um die Stadt aus, wenn man schon Beamte Urlaubstage streichen muss.
Ein Gewerbegebiet würde sicherlich Arbeitsplätze schaffen, aber nur dann wenn es nicht zu laut wird. Denn leider ist es so das heute jeder gegen alles ist. Und genau das sorgt derzeit zum reinen Stillstand, nicht nur in Mülheim.
22:04
#7 von haffi59: Je kleiner die Ahnung, desto größer die Aufregung. Wenn Sie Erstere hätten, wüssten Sie beispielsweise, dass das Hauptgeschäft der WDL nicht der Blimp ist, sondern das Verchartern von zwei Dutzend Flugzeugen, darunter mehreren mittelgroßen Passagiermaschinen. Aber das muss man ja als Mülheimer nicht wissen, oder? Vielleicht doch eher erst kürzlich zugezogen? Investitionen in den Flugzeugpark wurden bisher in Mülheim versteuert. Dank Ihrer aufopferungsvollen Propagandatätigkeit - und der all Ihrer Mitstreiter in anderen vergreisten oder aber ferngelenkten Parteien dieser Stadt - ist es damit ja vorbei. Schönen Dank auch. Aber so muss es wohl sein: Der kleine Bürger zahlt die millionenschwere Zeche und ein paar Grundstücksspekulanten reiben sich die Hände. Ich würde mich jedenfalls nicht wundern, wenn irgendwann einmal herauskommt, wer welcher Gruppierung - völlig uneigennützig natürlich und ohne jede Gegenleistung - Parteispenden hat zukommen lassen.
21:50
#6 von reinera: Ist völliger Realitätsverlust eigentlich zentrales Aufnahmekriterium bei MBÌ? Man möchte es meinen.... oder muss man einfach ein bisschen Grund und Boden am Flughafen haben?
08:09
#5 Sie sprühen Gift und Galle. Versuchen Sie es einmal mit mehr Sachlichkeit. Die WDL hat seit vielen Jahren keinen einzigen Euro investiert. Und woher kennen sie die Steuerfakten. Gilt in Mülheim das Steuergeheimnis nicht mehr oder plappern sie nur politische Parolen nach. Ich bleibe dabei. Die Ewiggestrigen sind die Rentner der Lüfte.
15:16
Lieber Melesignenes,
wenn Sie ebenfalls am Tag der offenen Tür teilgenommen haben, waren von den 50.000 Besuchern mindestens 49.999 Gegener des Flughafens. Ich war auch dabei.
11:31
#4 von haffi59: verschwindend geringe Zahl der Flughafenbefürworter? Meinen Sie etwa die 50.000, die regelmäßig zum Tag der Offenen Tür kamen? Oder die Mehrheit der Mülheimer Wähler, die keine der Immobilienspekulantenparteien gewählt haben - welche identisch sind mit den Feinden besserer Schulen und den sonstigen frühverrenteten Ewiggestrigen? Und was meinen Sie mit Pachtverträgen korruptiver Art? Etwa die Tatsache, dass Unternehmen längere Verträge als nur für sechs Monate angeboten werden, wenn sie Millionen investieren - und etwa wie die WDL jährlich 2 Mio Gewerbesteuern zahlen?
Dass handfeste Geschäftsinteressen - die uns allen noch auf die Füße fallen werden - hinter der Anti-Flughafen-Kamarilla stehen, habe ich schon erwähnt. Dass diesen Herrschaften aber auch eine Reihe von enggeistigen Faktenverdrehern und Nichtverstehenwollern hinterherläuft wie die Nager dem Rattenfänger von Hameln, kommt noch hinzu.
08:11
Der verschwindend geringen Zahl der Flughafenbefürwortern fällt einfach nichts mehr ein, außer einigen Sprechblasen. Trotz der Kosten beendet eine Schließung eine unendliche Geschichte der Steuerverschwendung. Und die Kosten entstehen nur, weill die Stadt Mülheim in korruptiver Art Pachtvertäge aus dem Boden gestampft und, die jenseits von Gut und Böse sind. Wer die Zahlen kennt, verdreht die Augen über die Millionen, die in das Flughafenloch gefallen sind. Da sind die 22.000 € für Vautz nur ein Tropfen. Jetzt versucht die Politik endlich einmal etwas Vernünftiges für die Zukunft zu schaffen, und die ewig Gestrigen träumen von einem Flughafen wie in Dortmund, der neben Lärm auch 30 Mio an Subventionen im Jahr verschlingt. Das nenne ich innovativ.
20:16
Ich warte auf den Zweikampf der Giganten: Jenen nämlich der im HIntergrund von CDU und MBI lauernden Immobilienspekulanten und den Umweltschützern, die völlig zu Recht darauf verweisen werden, dass das Flughafengelände erstens ein Biotop und zweitens eine nicht verbaubare Frischluftschneise ist. Wer wohl gewinnen wird, nachdem die Kosten der Flughafenschließung in Höhe von mehreren Millionen Euro einfach schon mal der Stadt und ihren Bürgern aufgebrummt werden....?
13:28
Wenn der Flughafen geschlossen ist, kann man ganz Müllheim ja zur Umweltzone erklären, als Stadt des himmlischen Friedens...
12:38
Seit dem die Margarethenhöhe II besteht, seit dem versucht die Essener SPD den Flughafen zu schließen. Jetzt unter Rot/Grün im Land können sie endlich handeln und Arbeitsplätze vernichten nach dem Motto: dort wo ich nichts zu sagen habe kämpfe ich für Arbeitsplätze und dort wo ich die Macht habe vernichte ich sie.