Moderne Ritter funken am Schloss

Broich..  Die Kurzwelle macht es möglich. Auf ihr „reiten“ die Mitglieder des Mülheimer Amateur-Radio-Clubs, um möglichst viele Funkbrücken aufzubauen und Kontakt rund um den Globus herzustellen. Am Sonntag, 12. Juli, lassen sie sich dabei über die Schulter schauen. Neben dem Broicher Schloss steht ein Zelt, aus dem die Amateurfunker mit Kollegen am anderen Ende der drahtlosen Verbindung sprechen. Besonderheit an diesem Tag: Viele Kontakte mit modernen Rittern auf Burgen und Schlössern knüpfen.

Was im Mittelalter nur mit reitenden Boten, Brieftauben oder Feuerzeichen möglich war, ist mit Hilfe elektronischer Geräte und einer guten Antenne heute einfacher. Ab 10 Uhr werden Funkamateure in eineinhalb Wochen versuchen, die Verbindung mit anderen Burgstationen und Kollegen, die irgendwo auf Empfang sind, herzustellen. Mülheims Funker senden von einer mobilen Station, die ihren Strom von einem Generator erhält. Geht ein „CQ“-Ruf in den Äther, weiß man nie, wer von wo aus antwortet. Die Funkamateure hoffen dabei auf viele Antworten aus Burgtürmen und Schlosshöfen. Wer genug dieser besonderen Kontakte gesammelt hat, erhält ein Diplom.