Mittelinsel wird jetzt umgestaltet

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Speldorf..  Zwei Unfälle – einer davon mit tödlichem Ausgang – ereigneten sich im Juli 2014 an der Fußgänger-Mittelinsel auf der Duisburger Straße, Ecke Hansastraße. „Dieser Übergang ist durch eine Ampelanlage gesichert. Die Personen sind bei Rot über die Straße gegangen. Dabei haben sie eine Straßenbahn, die in diesem Bereich untypischerweise von links kommt, übersehen und sind erfasst worden“, erklärte Helmut Voß (Tiefbauamt) im September 2014 den Bezirksvertretern in der BV 3. Die Stadtverwaltung wolle Umbaumaßnahmen in dem betreffenden Straßenabschnitt vornehmen, um zu verhindern, dass wieder etwas passiere, so die Ankündigung der Verwaltung. Die Arbeitsgruppe Verkehr hatte den Auftrag erteilt, den Unfallschwerpunkt verkehrssicherer zu gestalten.

Mittlerweile ist es soweit: Seit vergangenem Mittwoch wird an der Duisburger Straße kräftig gebaut, die Fahrspur stadteinwärts ist daher voll gesperrt. Autofahrer, die in Richtung City fahren, werden umgeleitet über Friedhof- und Heerstraße sowie den Flockenweg.

Was wird gemacht? Die Mittelinsel wird verbreitert, damit dort eine sogenannte „Umlaufsperre“ installiert werden kann. Zwei Gitter werden hintereinander, allerdings versetzt, aufgestellt, so dass Passanten in Schlangenlinie um sie herumlaufen müssen. Man kennt das von Bahnübergängen, Fußgängerwegen, etc. „In diesem Fall wird der Blick der Fußgänger, die durch die Umlaufsperre gehen, automatisch nach links gelenkt - und damit auf mögliche, von links kommende Straßenbahnen“, führt Andreas Pape, Abteilungsleiter für den Straßenbau im Tiefbauamt, aus.

Obwohl die Straßenarbeiten schon am Dienstag abgeschlossen sein sollten, dauern sie noch an. Denn die Witterung – d. h. die niedrigen Temperaturen -- lassen Asphaltarbeiten derzeit nicht zu, wie Pape berichtet.

Auf die Gefährdung der Fußgänger im Bereich der Mittelinsel hatten auch schon wiederholt Leser hingewiesen. Sie haben zudem heftig moniert, dass auf der Hansastraße in Höhe des Seniorenzentrums das Queren der Fahrbahn sehr gefährlich sei. Auch in der Bezirksvertretung war das schon öfter Thema. Zunächst einmal sollen dort jetzt weiße Fußabdrücke auf den Gehweg geklebt werden, die anzeigen, wo man am besten über die Straße gehen kann.