Mit einem kindlichen Blick auf die Welt

René Steinberg ist ein Quatschkopf, ein Spaßvogel, der dem „Unsinn das Kommando“ gibt, wie er am Donnerstagabend bei der Vorstellung seines neuen Programms im ausverkauften Ringlokschuppen wieder einmal zeigte. Der Saarner, der „neudeutschen“ Ausdrücken wie „Powernapping“ den Kampf ansagt: „Es ist und bleibt immer noch das Nickerchen, verdorrinomal!“ erzählt Anekdoten aus dem Alltag, streut den einen oder anderen Witz ein und läuft zu Höchstform auf, wenn er seine Lieblingsopfer wie Angela Merkel und Reiner Calmund hochnimmt.


Der Comedian hat selber so viel Spaß an seinen Sketchen, dass er vor Kichern gelegentlich kaum weitersprechen kann. Seine Improvisationen, vor allem als er Neues aus dem Leben seiner Radio-Figur „Sarko de Funés“ auf die Bühne bringt, sorgen für tobende Zuschauer – wie auch das „Tatort“-Zusammentreffen der drei nuschelnden Zeitgenossen Til Schweiger, Herbert Grönemeyer und Udo Lindenberg. Zwischendurch kommentiert er lustige Radioversprecher und bietet Neuigkeiten aus seinem Leben als Vater.


Ein vergnüglicher Abend für wohl überwiegend Mülheimer Besucher, denn als Steinberg zum Ende überraschend Kinderlieder wie „Drei Chinesen mit dem Kontrabass“ und schließlich das mölmsche Martinslied „Ssinter Mätes“ anstimmt, zeigt sich ein Großteil des Publikums textsicher.