Mit dem Grünschnitt über eine Treppe

Die neuen Grünschnittcontainer haben eine Treppe dabei, die man anstellen kann, wenn die weitere Füllung durch die hintere Tür nicht mehr möglich ist.
Die neuen Grünschnittcontainer haben eine Treppe dabei, die man anstellen kann, wenn die weitere Füllung durch die hintere Tür nicht mehr möglich ist.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Selbeckerin findet die neuen Grünschnittcontainer in Mülheim umständlicher. Es passt mehr hinein, sagt die MEG

Mülheim.. Der Grünschnittcontainer stand gestern in Selbeck – wie jeden ersten und dritten Dienstag an der Karl-Forst-Straße. Eine Bürgerin beklagte sich jetzt über die Änderung, die ihr aufgefallen ist: Anstatt, dass man von hinten an den Container heranfahren und dort seinen Grün- und Rasenschnitt abladen konnte, sei man jetzt gefordert, eine Treppe an der Seite zu ersteigen, den Grünabfall heraufzutragen und von oben in den Container zu werfen. Sie selbst habe damit zwar keine Schwierigkeiten, sagte die Selbeckerin, doch „ich könnte mir vorstellen, dass ältere Personen damit Probleme bekommen könnten“.

Tatsächlich hat die Mülheimer Entsorgungsgesellschaft zwei neue Grünschnittcontainer angeschafft, die mehr Grünabfall aufnehmen können, so die MEG auf Anfrage. „Die alten Container haben zwei Tonnen gefasst, die neuen vier bis fünf“, erklärte Horst von Parzotka, der bei der MEG für die Technik zuständig ist. „So kommen wir mit einer Leerung pro Tag aus.“ Das spare Zeit und Kosten, weil ein Lkw mit einem leeren Container weniger oft hin und her fahren müsse. Weiterhin könne der Grünschnittcontainer wie gewohnt befüllt werden, doch wenn eine bestimmte Füllung erreicht ist, kann der MEG-Mitarbeiter eine Alutreppe anstellen, und der Container wird dann weiter von oben befüllt. So passt mehr hinein, es muss seltener getauscht werden, was ja auch umständlich ist. Denn oft kann der zweite Container nicht einfach neben den ersten gestellt werden, es muss rangiert werden.

Die MEG hat zwei dieser neuen Container angeschafft, die im Wechsel in der Stadt zum Einsatz kommen – und übrigens auch in anderen Kommunen wie Leverkusen, Köln oder Krefeld. Ein Exemplar kostet ca..14 000 Euro, die herkömmlichen Container sind mit 6000 Euro zwar günstiger, können aber nicht so gut gefüllt werden. Es sei auch immer ein MEG-Mitarbeiter vor Ort, den man um Hilfe bitten könnte, hieß es.