Mit 77 Sachen durch die 30er Zone
19.06.2008 | 10:37 Uhr 2008-06-19T10:37:00+0200Seit Beginn des Jahres gibt es unter der Federführung der Direktion Verkehr monatlich eine Schwerpunktaktion, die sich der Verkehrssicherheit widmet (die WAZ berichtete). Die Aktion des gestrigen Tages stand unter dem Leitthema: Verkehrssicherheit an Kindergärten.
Insbesondere dieser Gruppe der schwächeren Verkehrsteilnehmer soll ein gefährdungsfreies Umfeld auf den Straßen ermöglicht werden. In Zusammenarbeit der Polizei, der Städte und der Verkehrswacht kam es in Mülheim zu folgenden Ergebnissen:
77 Bürgergespräche wurden geführt. Von 624 gemessenen Fahrzeugen (Autos, Roller) waren 57 zu schnell. Den traurigen Rekord hält ein 45-jähriger Mercedesfahrer der in der Straße Klöttschen mit 77 km/h gemessen wurde. Die vorgeschriebene Höchstgeschwindigkeit beträgt an dieser Stelle 30 km/h, weil sich dort unmittelbar eine Kindertagesstätte befindet. Der Fahrer erhält eine Anzeige und vermutlich ein mehrmonatiges Fahrverbot. Darüber hinaus musste die Polizei drei Anzeigen wegen frisierter Roller schreiben. Die Fahrer hatten durch die technische Veränderung keine entsprechende Fahrerlaubnis.
10:18
Na ja, bei 77 vor einem Kindergarten hört der Spass doch auf, oder? Ich bin zwar grundsätzlich der Meinung, dass die Polizei sich wichtigeren Aufgaben widmen soll, als auf Hauptverkehrsstraßen und besonders auf Autobahnen harmlosen Menschen das Geld aus der Tasche zu ziehen, aber da, wo Kinder unterwegs sind, sind die Kontrollen in Ordnung.
13:03
Und wann unternimmt die Polizei etwas gegen die Fußgänger, die permanent bei Rot über die Ampel gehen, besonders in Bereichen von Schulen?