Mindestlohn – für Unternehmer eine Horror-Vision
23.08.2010 | 11:14 Uhr 2010-08-23T11:14:00+0200
Mülheim/Duisburg.NRW-Landesarbeitsminister Guntram Schneider ist für die Einführung eines generellen Mindestlohns. Für den Unternehmerverband ist das eine Horrorvision. Auch, weil die Kompetenz der Tarifpartner mit solch einer Vorschrift ad absurdum geführt werde.
Die Einführung eines flächendeckenden, generellen Mindestlohns, wie es NRW-Landesarbeitsminister Guntram Schneider vorschwebt, ist für den in Duisburg ansässigen Unternehmerverband eine Horrorvorstellung.
Hauptgeschäftsführer Wolfgang Schmitz: „Da stecken zwei Katastrophen drin.“ Damit rügt er einerseits, dass eine unabhängige Kommission die Mindestlohnhöhe festsetzen soll und damit andererseits die Kompetenz der Tarifpartner ab absurdum geführt würde.
Nicht Interesse des Verbandes
Das kann nicht im Interesse des Verbandes sein, machte Schmitz deutlich. „Wir wollen selbst am Verhandlungstisch sitzen und nichts der Parteipolitik überlassen.“ Mit einem Petitum wolle man verhindern, dass ein solcher Kreis die Mindestlöhne für die 700 Mitgliedsbetriebe des Unternehmerverbandes festsetze.
Wolfgang Schmitz betonte auf einer Pressekonferenz, dass sein Verband nicht grundsätzlich gegen Mindestlöhne sei. In einigen Industriebetrieben und in besonders sensiblen Branchen könnten – und zwar von Tarifpartnern vereinbart – Mindestlöhne durchaus eine Schutzfunktion einnehmen. „Wir wenden uns nur gegen einen flächendeckenden, staatlich verordneten Mindestlohn“, sagte der Hauptgeschäftsführer der Unternehmerverbandsgruppe.
Der zum 1. August eingeführte Mindestlohn im Pflegebereich sei nicht tragbar, weil er zu leicht zu umgehen und nicht zu kontrollieren sei, bemerkte Schmitz. Vor dem Hintergrund sieht er mit Skepsis und Sorge, dass künftige Arbeitskräfte aus Osteuropa zu Dumpinglöhnen auf den Binnenmarkt drängen. Da eine umfassende Kontrolle kaum möglich sei, guckten die Etablierten in die Röhre, die sich gesetzestreu und tariftreu verhielten.

14:17
@34 :Klartext hat gar nicht so unrecht. Keiner sollte für 4,40 Euro und weniger arbeiten. Dann bräuchte es keinen Mindestlohn. Denn wenn das Lohnabstandsgebot auf dem vom Grundgesetz garantierten für die Menschenwürde notwendigen Grundeinkommen aufbaut, werden sich Löhne nach dem Marktwert bilden.
Tatsächlich werden die Arbeitgeber zu keinem Mindestlohn gezwungen. Doch Arbeitssuchenden wird JEDE Tätigkeit zugemutet. Damit ist der sogenannte Arbeitsmarkt zugunsten der Arbeitgeber ausgehebelt. Es werden keine fairen Löhne gezahlt, sondern solche, die gerade nicht mehr als Lohnwucher vor Gericht scheitern.
Mindestlöhne würden den Gleichstand der Waffen wieder annähern. Wenn eine Firma nicht in der Lage ist Mindestlöhne zu bezahlen, ist ihre Kalkulation unwirtschaftlich. Bei Einzelunternehmern nennt man das Liebhaberei. Falls eine Produktion nicht mit Dumping-Löhnen aus Entwicklungsländern mithalten kann, müssen Zölle diese Ungerechtigkeit ausgleichen.
22:30
Wo ist das Problem? Der Staat soll endlich den menschenwürdigen Mindestlohn von 10 Euro einführen. Darüber hinaus ist es Sache der Tarifpartner. Wer dann quakt und unzufrieden ist, liegt in der Denke sowieso daneben. Darauf darf man im Sinne der arbeitenden Bürger keine Rücksicht nehmen. Nach unserm Grundgesetz ist die Menschenwürde zu beachten. Da sind die 10 Euro Pflicht.
14:03
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13:57
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13:41
Die unternehmer stöhnen mit vollen Backen und kriegen den Hals nicht voll, dabei gönnen sie den gewerblichen Arbeitnehmern nicht das Schwarze unterm Fingernagel.
#34 Arbeitsplätze schaffen? hä?
Falsch!
Es wurden hunderttausende von Arbeitsplätzen vernichtet, aus purer Geldgier und zur Leistungssteigerung, besser gesagt zur Steigerung des Leistungsdrucks und zur Förderung des Gehorsames dem Unternehmen gegenüber.
Ja die Unternehmer sind es doch, die das Eintrittsjahr in die Rente bestimmen ( RWE- Rente mit 54 )
Soo werden unsere Sozialkassen geplüngert.
Willkommen im Feudalismus.
13:55
Einen sehr billigen Vergleich aus der untersten Schublade des Makabren brachte der ehem. Trennschneider Klartext mit einem Kommentar #32 zustande; so argumentieren heutzutage im Sinne ihrer fleissigen Arbeitgeber nur Ein-Euro-Jobber der Ignoranz !!!
11:55
Dieser durch und durch makabre wie lächerliche Vergleich des sog. klartext#32 ist wirklich dem letzten Hinterstübchen des ignoranten Sozialfaschismus entnommen; mit dieser Ansicht muß jemand schon Ein-Euro-Jobber des gesunden Menschenverstandes sein.
09:51
also, wenn ich mal in den 70-ern werkzeugmacher gelernt hätte und seitdem für den DGB arbeiten würde, könnte ich garnicht darüber befinden, ob ein mindestlohn angemessen ist oder nicht. Erstmal muss man selber arbeitsplätze schaffen und sichern und dann mitreden.
08:48
solange gewerkschaftsvertreter, personalräte und arbeitnehmervertreter am tisch der politiker und arbeitgeber sitzen, werden sie diese fette kost nicht ablehnen. eine konsequente interessensvertreter der arbeitnehmer findet nicht statt. hier wird ständig herumgeeiert und den bossen nach dem mund geredet, da man seinen von jeglicher arbeit freigestellten job ja so gerne behalten möchte.
einer der schlimmsten haufen ist verdi, die seit gründung nix für ihre mitglieder erreicht haben oder erreichen wollten.
eine radikalumstrukturierung und ordentliche proteste, anders wird es nicht gehen.
die anzeige der toppmanager dieser tage zeigt, wem das land gehört. mich hat nur gewundert, dass hier keine gewerkschaftsvertreter unterschrieben haben...
07:42
So mal Klartext für alle Dummen :
-GUTE MITARBEITER WERDEN GUT BEZAHLT-
-SCHLECHTE MITARBEITER WERDEN SCHLECHT BEZAHLT-
SO SOLL ES SEIN !!!
Es wird keiner gezwungen für 2€ zu arbeiten, aber Arbeitgeber sollen gezwungen werden einen Mindestlohn zu bezahlen????????
Wo soll da soziale gerechtigkeit sein?