„Mich reizt die Aufgabe“

Ulrich Scholten, der neue Hoffnungsträger der SPD, ist keine 100 Tage in der Stadt Vorsitzender seiner Partei, sitzt für sie aber schon seit 15 Jahren im Rat und ist unter anderem Aufsichtsratsvorsitzender der Stadtmarketinggesellschaft MST. Als er den Parteivorsitz übernommen hatte, war der Weg zur OB-Kandidatur noch nicht vorgezeichnet. Und auch seine erste Rede, die er beim Neuempfang vor einigen Wochen hielt, ließ diese Ambition noch nicht erkennen. Aber als Vorsitzender steht man für solche Aufgaben in der Pflicht.

„Mich reizt die Aufgabe“, sagt der 57-Jährige, der damit genau so alt ist wie sein Herausforderer Werner Oesterwind von der CDU. Mit seiner 20-jährigen Erfahrung als Personalchef bei Mannesmann fühlt er sich für die Aufgabe auch befähigt, die Stadtverwaltung mit ihren 3000 Mitarbeitern zu führen. Als Vater zweier erwachsener Töchter und inzwischen auch als Großvater verfüge er über ausreichend viel Lebenserfahrung, die für ein solches Amt nötig ist.

Er sieht sich in der Tradition von Mühlenfeld, würde Dinge, die sie angestoßen hat, beenden, aber andere Schwerpunkte setzen. „Das ergibt sich aus meiner Biografie und dem Netzwerk, in dem ich eingebunden bin.“ So ist es naheliegend, dass er sich stärker wirtschaftlichen Themen annehmen wird.