Metallverband warnt vor Konfrontation

Der heimische Metallverband, der auch die Mülheimer Unternehmen vertritt, hat die IG Metall davor gewarnt, die Tarifrunde 2015 schon zu Beginn der Verhandlungen durch „dogmatische Zielsetzungen“ zu erschweren. „Kontraproduktiv“, so der Vorsitzende des Verbandes, Wim Abbing, sei die Ankündigung, Warnstreiks bereits vor Aufnahme der Gespräche und ohne Vorlage eines Arbeitgeber-Angebots durchzuführen. „Offensichtlich liegen die Streikpläne schon in der Schublade.“ Damit werde der sachliche Stil der vergangenen Jahre infrage gestellt. „Gerade zu Beginn einer Verhandlung geht es um die besten Argumente und das offene Gespräch. Der Verhandlungstisch ist dafür jetzt genau der richtige Ort“, ruft Abbing zu „Dialog statt Konfrontation“ auf.

Eine Lösung der Tarifrunde sei ohnehin schon „außergewöhnlich schwierig“. Mit ihrem Forderungspaket zu Einkommen, Bildungs- und Altersteilzeit habe die Gewerkschaft die Tarifgespräche wie schon im Jahr 2012 überfrachtet, heißt es. Die IG Metall fordert unter anderem für die Beschäftigten bis zu 5,5 Prozent mehr Geld.