„Menschlichkeit ist mein oberstes Gebot“
02.12.2011 | 17:43 Uhr 2011-12-02T17:43:00+0100
Mülheim. Für seine 50-jährige Tätigkeit als geprüfter Meister erhält Winfried Rumbaum nun den goldenen Meisterbrief vom Landesverband Gartenbau. Er ist eine von zahlreichen Ehrungen, die er aufgrund vieler Ehrenämtern erhielt.
An seine Meisterprüfung 1962 erinnert sich Winfried Rumbaum noch gut, „23 Jahre war ich damals alt“, sagt er. 50 Jahre ist es her – „ein halbes Leben“, merkt er mit einem Lächeln an, „wichtig ist es selbstständig zu bleiben“.
Das blieb er sogar im doppelten Sinne: Als Geschäftsmann des Selbecker Gartencenters Rumbaum an der Kölner Straße und als Gartenbaumeister. Für seine 50-jährige Tätigkeit als geprüfter Meister erhält er nun den goldenen Meisterbrief vom Landesverband Gartenbau. Er ist eine von zahlreichen Ehrungen, die Winfried Rumbaum aufgrund vieler Ehrenämtern erhielt: Seit 1962 engagiert er sich im Gehilfenprüfungsausschuss, 40 Jahre jeweils im Meisterprüfungsausschuss und in der Anerkennungskommission für Ausbildungsbetriebe.
Über 50 Gehilfen zum Meister gebracht
Für den heute 73-Jährigen sind dies zwei seiner wichtigsten Engagements. Winfried Rumbaum hat über 50 Gehilfen zum Meister gebracht in Gartenbau und Floristik. „Menschlichkeit bei der Prüfung ist mein oberstes Gebot. Keine Fangfragen, der Prüfling soll mit gutem Gefühl rausgehen.“
Hier finden Sie die Serien der WAZ-Lokalredaktion in der Übersicht, zum Beispiel alle "Gesichter des Jahres" und "Menschen in Mülheim".
Und dennoch, sagt er, „muss der Geprüfte natürlich meisterliches Können zeigen“. Mit seinen menschlichen Grundsätzen und seiner objektiven Prüfungsweise hat Winfried Rumbaum den Ausschuss bis heute geprägt, wird in vielen Lobreden hervorgehoben.
Drei Azubis
Aufgewachsen ist der Meister mit der elterlichen Gärtnerei in Breslau (Schlesien). Die Eltern kamen nach dem Krieg ins Rheinland und gründeten erst dort einen Gartenbetrieb, 1955 dann in Mülheim. Zwölf Jahre später übernahm Winfried Rumbaum, erweiterte den Betrieb und wandelte ihn 1995 zum Gartencenter. Nicht jeder Meister darf ausbilden, das Center ist aber ein Ausbildungsbetrieb: Drei Azubis arbeiten derzeit an der Kölner Straße. Für Rumbaum folgten viele Auszeichnungen wie die silbernde Plakette des Landwirtschaftskammer Rheinland. Gold, Silber und Bronze gab es auf Bundesgartenschauen. Noch heute ist er dort auch als Preisrichter tätig.

0mitdiskutieren