Mehr Projekte mit Gemeinsinn mit großem Verband im Rücken

Das Team der Regler Produktion stemmt viele Kulturveranstaltungen auf der Mülheimer Freilichtbühne. Das Bild entstand beim Stage Festival.
Das Team der Regler Produktion stemmt viele Kulturveranstaltungen auf der Mülheimer Freilichtbühne. Das Bild entstand beim Stage Festival.
Foto: Oliver Mueller
Freilichtbühne: Die Regler Produktion ist nun Mitglied im Sozialverband „Der Paritätische“. Das bedeutet neue Möglichkeiten für den Mülheimer Verein.

Mülheim.. Oberbürgermeister Ulrich Scholten hat in seiner Funktion als Beiratsvorsitzender das Regler-T-Shirt über das Oberhemd unter der Anzugjacke gezwängt. Hemdsärmelig wäre ihm vielleicht zu diesem locker-freudigen Anlass lieber gewesen, aber er hat noch offizielle Termine vor sich. Wie fast alle in der Runde im Vereinshaus auf der Freilichtbühne ist Scholten bekennender Fan der Mittwochsreihe. Und auch die anderen Amts- und Würdenträger schätzen die Arbeit der Ehrenamtlichen des Vereins Regler Produktion, die als Netzwerker nicht nur ein ganzes Portfolio von Kulturveranstaltungen stemmen, sondern auch das Soziale und den Gemeinsinn dabei im Blick haben.

So kam es, dass der Verein nach gut einem Jahr Aufnahmeverfahren „mit vielen guten und kritischen Gesprächen“, wie Regler Peter-Michael Schüttler betont, jetzt in den Sozialverband „Der Paritätische“ aufgenommen wurde. Oder um es mit den Worten von Kreisgruppengeschäftsführerin Ursula Jakobs zu sagen „jetzt ordentliches Mitglied in der Familie ist.“

Mitgliedschaft im Sozialverband eröffnet mehr Möglichkeiten

Unter dem Dach des Paritätischen haben sich gemeinnützige Vereine und Gesellschaften sowie Initiativen und Selbsthilfegruppen versammelt. Für den Zugang für die Regler hatte sich auch Brigitte Mangen als Vorstandsvorsitzende vom Mülheimer „Paritätischen“ beim Landesverband in Wuppertal ins Zeug gelegt.

Damit ist für den Regler-Vorsitzenden Hans-Uwe Koch ein weiterer markanter Punkt in der Vereinsgeschichte erreicht. „Wir haben uns Netzwerkarbeit auf die Fahnen geschrieben, die auch die Stadtgesellschaft angeht.“ Die Freilichtbühne sei ein Ort, wo sich die Mülheimer treffen und miteinander austauschen könnten.

Mit dem großen und bekannten Sozialverband im Rücken wird es nun für die Regler leichter, Fördermittel bei Bund, Land und Stiftungen zu beantragen. Denn um hochwertige Veranstaltungen anzubieten, „kann man nicht immer nur mit dem Hut rumgehen“, betont Scholten. Die Mitgliedschaft im Sozialverband „eröffnet uns ein paar Möglichkeiten mehr, um qualitative Projekte anzugehen“.

80. Freilichtbühnen-Geburtstag wird gebührend gefeiert

Aus dem Programm Kulturrucksack des Landes wurde im Juni bereits ein Workshop für Licht, Ton und Technik der Junior-Regler gefördert. Aus demselben Topf steht das Projekt „Mülheim mappen“ von Jugendlichen und Geflüchteten im Herbst an. Die kommunale Zusammenarbeit mit Oberhausen ist angeleiert worden. „Es hat Gespräche mit dem dortigen Jugendclub Courage gegeben und wir haben noch eine Menge vor“, erläutert Stephan Bevermeier.

Und mit dem „Culture Klub“ soll ein noch bunteres kulturelles Programm angeboten werden – auch hinsichtlich des Integrationsgedankens. Weiterhin wurde der Kontakt zum Verein der Städtepartnerschaften für einen Künstleraustausch geknüpft.

Im September wird der 80. Freilichtbühnen-Geburtstag gebührend gefeiert. „Und wir wollen mit diesem Schritt die Weichen für die Zukunft stellen“, betont Hans-Uwe Koch, der hofft, dass das ehrenamtliche Engagement fortgesetzt wird, viele Leute und der Nachwuchs folgen, um die Idee weiterzuentwickeln.

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