MEG legt keine Sonderschichten ein

Alle Jahre wieder beseitigen die Mitarbeiter der MEG das, was vom Jahreswechsel übrig blieb und zum Teil nass und matschig auf der Straße liegt: zerfetzte Böller, Raketenstöcke, leere Flaschen und die in den letzten Jahren so beliebten Feuerwerksbatterien.

Dafür fahren die Kehrmaschinen der MEG seit Freitag allerdings keine Sonderschicht, wie etwa nach Rosenmontag, sondern sie reinigen die Straßen in ihrem ganz normalen Turnus, wie Dirk Eurskens, der Leiter der Straßenreinigung, berichtet. Und zwar nur die Straßen: Für die Gehwege sind bekanntlich die Bürger zuständig. Und die sollten die Feuerwerksreste nicht auf die Fahrbahnen fegen. Nicht nur, weil es nicht gestattet ist: Raketenstöcke und die oft schuhkartongroßen Feuerwerksbatterien können nicht einfach maschinell weggefegt werden, sondern müssen häufig von Hand aufgelesen werden, weil sie die Kehrmaschinen blockieren können.

Dadurch brauchen die Kehrmaschinen mehr Zeit, und die MEG hat dafür extra eine zusätzliche Maschine auf die Straßen geschickt. Im Innenstadtbereich und überall dort, wo viele Menschen wohnen, wird besonders gern „geböllert“ – dort gibt es erfahrungsgemäß auch die meisten Silvesterabfälle.

„Der Jahreswechsel wird uns auch im jungen Jahr 2015 einiges an Arbeit bescheren“, sagt Dirk Eurskens. Da wäre es schon hilfreich, wenn der eine oder andere Raketenrest in einer privaten Abfalltonne verschwindet.

Dirk Eurskens schätzt, dass der Rest der Silvesterraketen und Böller erst Mitte Januar, also in knapp zwei Wochen, von den Straßen verschwunden sein wird – wenn nicht noch heftiger Schneefall dazwischen kommt und die Kräfte der Mitarbeiter rund um die Uhr im Winterdienst benötigt werden. Danach sieht es zumindest in den nächsten Tagen laut Wetterbericht noch nicht aus. „Das Ziel der MEG ist es, Mülheim so schnell wie möglich sauber zu bekommen“, betont der Leiter der Straßenreinigung.