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Workshop für Kinder

Maskerade im Museum

19.10.2009 | 12:00 Uhr

Kinder basteln Gipsmasken nach venezianischem Modell. Rona Nekes gibt dazu einen Workshop im Leder- und Gerbermuseum.

Leder-Gipsmasken, darunter können sich wohl zunächst sehr wenige Menschen etwas vorstellen. Anders sieht es bei den jungen Tüftlern aus, die am vergangenen Wochenende den Workshop im Ledermuseum besuchten. Die sieben- bis elfjährigen Teilnehmer konnten unter Anleitung von Rona Nekes ihrer Kreativität freien Lauf lassen.

Die Mülheimer Künstlerin zeigte sich erfreut über die Gelegenheit, mit den Kindern arbeiten zu können. „Neben der künstlerischen Arbeit an den Masken wollen wir den Kindern auch vermitteln, wie sie aufeinander wirken, auch ohne Masken”, erläutert Rona Nekes das Konzept. So ging es für die jungen Teilnehmer erst einmal darum, sich kennenzulernen. Erst im zweiten Schritt kamen die Masken dazu.

Als Vorbild dienten die bekannten venezianischen Ledermasken, deren Herstellung aber etwas abgewandelt wurde. „Ohne Gips bedarf es jedoch eines Aufwandes, der von den Kindern nicht zu leisten ist”, erklärte Rona Nekes. Die Idee zu diesem Workshop entstand im Rahmen der Initiative „Kita macht Kunst”.

So einiges hat das Leder- und Gerbermuseum für Kinder im Angebot. Ob beim Kindergeburtstag, beim Taschen basteln oder diesem Maskenworkshop: Ziel der Veranstaltungen ist es stets, die Besucher mit der Vielseitigkeit des Werkstoffes Leder vertraut zu machen. So stand auch für die jungen „Maskenbildner” zunächst eine Führung durch das Museum auf dem Programm. Neben allgemeinen Informationen rund um das Thema, lernten sie dabei auch viel über die mehr als 350 Jahre alte Erfolgsgeschichte von Mülheim als ehemalige Leder-Stadt.

Trotz der interessanten Einblicke stand für die Kinder natürlich das Basteln im Vordergrund. „Möchtest du auf dem Boden liegen oder auf dem Tisch?” fragte Rona Nekes die Teilnehmer. Nach einigem Gelächter einigten sich die Mädchen auf den Tisch. Jetzt hieß es vor allem, Ruhe zu bewahren, während die anderen Kinder langsam das Gesicht mit den nassen Gipsstreifen bedeckten. „Vorgaben gibt's für die Masken eigentlich keine, die Kinder können selbst entscheiden, wie viel von ihrem Gesicht sie mit der Maske bedecken möchten.” Wirkliche Kreativität wurde jedoch erst nach Fertigstellung der Gipskonstruktion abverlangt. Erst dann galt es, mit Hilfe von Lederstücken, die noch „nackten” Gipsmasken in kleine Kunstwerke zu verwandeln. Ein Anreiz, sich in Sachen Kreativität richtig ins Zeug zu legen: Die schönsten und fantasievollsten Masken sollen das Museum bereichern, zumindest eine zeitlang.

Alexander Neuhaus

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Kommentare
19.10.2009
12:35
Maskerade im Museum
von loumpi | #1

Warum gibt es eigentlich nie Bilder zu solchen Artikeln?

Ist das technisch nicht machbar?

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