Mahnende Klänge mit „Brundibár“

Mit der Kinderoper „Brundibár“ hat sich der Jahrgang 12 der Gesamtschule im Rahmen eines Geschichtsprojektes unter dem Thema „Annähern, Gedenken, Erinnern“ mit dem Nationalsozialismus beschäftigt. Zusammen mit den Schülern der Klasse 6d wird die Kinderoper nun im Mai gemeinsam mit einer Ausstellung präsentiert.

Die Kinderoper „Brundibár“ wurde 1943 und 1944 über 50 Mal im Konzentrationslager Theresienstadt aufgeführt. Zu Propagandazwecken sollte die Veranstaltung zeigen, wie „unbeschwert, human und kulturell“ das Leben in den Lagern war.

Brundibár wurde 1938 komponiert und 1941 im jüdischen Kinderheim in Prag aufgeführt. Die Kinderoper stammt aus der Feder des tschechischen Komponisten Hans Krása nach dem Libretto von Adolf Hoffmeister. Als Krása 1942 nach Theresienstadt kam, schrieb er die Partitur nach dem Klavierauszug, der ins Ghetto gelangte, erneut. Die Rollen mussten immer wieder neu besetzt werden, da viele Darsteller und auch Krása im Lager ermordet wurden.

Die Saarner Schüler setzen sich mit diesem Beitrag mit der deutschen Vergangenheit auseinander. Zu sehen ist „Brundibár“ am 5. und 6. Mai, jeweils 19.30 Uhr, im Forum der Gesamtschule Saarn. Daneben bewerben sie sich mit dem Stück bei den diesjährigen Schultheatertagen im Theater an der Ruhr.