Lösung für Turnhalle in Sicht

Noch ist es zu früh, um die Sektkorken knallen zu lassen. Doch inzwischen kristallisiert sich zumindest ein Weg heraus, wie die Betriebskosten der Dreifach-Turnhalle an der Luisenschule gestemmt werden könnten. Bislang schien das nicht möglich und es kam zu der absurden Situation, dass das Land für den Bau der dringend benötigten Halle 4,8 Millionen Euro Fördergelder bereitstellen würde, sie aber von der Stadt nicht abgerufen werden könnten.

Um einen Weg wird seit Monaten gerungen. Im Sportausschuss skizzierte Dezernent Ulrich Ernst gestern, wie es jetzt gelingen könnte. Der Weg besteht aus zwei Elementen. Zum einen ist davon auszugehen, dass die bislang genanten 400 000 Euro (sie basierten auf Schätzungen) zu hoch gegriffen waren. Die Verwaltung geht davon aus, dass es weniger ist, meinte Ernst, ohne eine Summe zu nennen. „Es geht aber nicht darum, die Summe zu beschönigen oder sie künstlich niedrig zu halten“, versicherte er. Das für die Immobilien zuständige Amt und die Sportverwaltung seien allerdings inzwischen in der Lage, die Kosten sehr viel präziser zu beziffern.

Und als zweiten Pfeiler wird ein Vorhaben wieder aufgegriffen, dass 2011 auf der Zielgeraden abgebrochen wurde, weil die Zeit damals noch nicht reif schien. So könne man die Sporthallen steuerlich als Betrieb gewerblicher Art (BGA) führen und dadurch Umsatzsteuern sparen. Ernst erklärte, dass es sich dabei nicht um eine Ausgliederung aus der Verwaltung handele, sondern nur um ein steuerrechtliches Konstrukt. Ähnliche Modelle würden in anderen Kommunen praktiziert, so dass er die Hoffnung habe, dass das Land einer solchen BGA zustimme. Mit der Umsetzung soll ein Wirtschaftsprüfer betraut werden und auch Kontakt zum Finanzamt aufgenommen werden. Er sei zuversichtlich, „dass wir das Ziel erreichen“. Im Schuljahr 2016/17 soll die Sportschule an den Start gehen.