Lieferstopp für Europipe aufgehoben

Aufatmen bei Europipe: Das Mülheimer Großrohrwerk kann nun wieder Röhren für das Gaspipeline-Projekt Southstream, das eine neue Route erhalten soll, aufnehmen. Im Zuge des Wirtschaftssanktionen gegen Russland wegen der Ukraine-Politik von Präsident Wladimir Putin hatte der Staatskonzern die Aufträge im Dezember gestoppt. Nun hat der Stahlkonzern Salzgitter, neben der Dillinger Hütte Gesellschafter von Europipe, die Information erhalten, dass die restlichen 150 000 Tonnen geliefert werden können.

Ein Salzgitter-Sprecher sagte am Montag auf Anfrage dieser Zeitung, dass nun Vorbereitungsarbeiten nötig seien. Er rechnet damit, dass die Röhrenproduktion für Southstream nach den Sommerferien wieder gestartet werde. Das grüne Licht aus Moskau sorge dafür, dass das Großrohrwerk zwei bis drei Monaten ausgelastet sein wird. Anschlussaufträge, so der Sprecher, seien nicht absehbar. Wegen des Lieferstopps musste Europipe für Teile des Mülheimer Großrohrwerks Kurzarbeit anmelden.

Der russische Staatskonzern Gazprom hat inzwischen eine neue Route für die Gasleitung angekündigt. Sie heißt jetzt Pipeline Turkish Stream und soll durch das Schwarze Meer über die Türkei an die Grenze zu Griechenland verlegt werden. Gazprom kündigte erste Gaslieferungen für Dezember 2016 an.