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WAZ-Serie: Selbsthilfe

Leben ohne Alkohol

08.01.2009 | 16:47 Uhr

Die Guttempler arbeiten demokratisch, überkonfessionell, überparteilich und ehrenamtlich. In der Selbsthilfegruppe findet man Rat und Unterstützung. Guttempler haben sich entschieden, alkohol- und drogenfrei zu leben

„Guttempler tun's alkoholfrei”: Guttempler zu sein heißt aber mehr, als ohne Alkohol zu leben. Es ist mehr, als nur nicht mehr zu trinken, wenn man aus einer Abhängigkeit kommt. Es ist mehr, als nur mit einem Abhängigkeitskranken zu leben oder gelebt zu haben.

Für uns bedeutet Guttempler sein eine Lebensphilosophie, die mit der Entscheidung, alkohol- und drogenfrei zu leben, beginnt. Manche von uns hatten Alkoholprobleme und wandten sich an die Selbsthilfegruppe der Guttempler, um sich Rat und Unterstützung zu holen. Manche litten unter der Alkoholkrankheit eines ihnen Nahestehenden und suchten das Gespräch, um die eigenen Kräfte wieder zu mobilisieren.

Andere unterstützten ihren Partner bei dem Weg aus der Abhängigkeit. Wieder andere wollten sich sozial engagieren.

In Selbsthilfegruppen für Alkoholkranke und deren Angehörige, in unseren Gemeinschaften und in unserem Alltag versuchen wir, diese Leitbilder zu leben. Damit knüpfen wir an eine über 150-jährige Tradition an. Die ersten Guttempler in den USA waren ihrer Zeit voraus, als sie anderen halfen und dabei nicht auf Hautfarbe, Geschlecht, Nationalität, Religion oder politische Einstellung achteten.

Wir arbeiten demokratisch, überkonfessionell, überparteilich und ehrenamtlich. Bei alkoholfreier Geselligkeit, Bildungsseminaren und Kulturveranstaltungen können wir uns selbst erfahren, geben Impulse für unsere Entwicklung.

» www.guttempler-muelheim.de

Infos: Zum selben Thema treffen sich auch  Kreuzbund- und AA-Gruppen, Blaues Kreuz sowie Freundeskreise:  300 48 14.

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