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Lauryn Hill beschert Mülheimer RWE-Sporthalle einen Rekordbesuch

30.01.2012 | 13:40 Uhr
Lauryn Hill beschert Mülheimer RWE-Sporthalle einen Rekordbesuch
Lauryn Hill bei ihrem Konzert am Samstag in der RWE-Sporthalle.Foto: Christoph Wojtyczka

Mülheim.   3000 Zuschauer kamen am Samstagabend in die Mülheimer RWE-Sporthalle, um Lauryn Hill zu sehen - bisher eine Rekordzahl für die Halle. Die einstige Frontfrau der Fugees begeisterte mit ihrem Gesang - die Tontechnik jedoch war enttäuschend.

So viele Fans hat bisher noch kein Künstler in die Mülheimer RWE-Sporthalle gezogen. 3000 Zuschauer kamen am Samstagabend an die Südstraße, um Miss Lauryn Hill zu sehen. Die einstige Frontfrau der Fugees begeisterte mit ihrem Gesang und enttäuschte mit der Tontechnik. Für Mülheim war das Konzert jedoch rundum ein Gewinn.

„Es ist das bisher meist besuchte Konzert“, so Ralf Wind, seit 2005 Manager der RWE-Sporthalle. So viele Fans hat selbst Altrocker Alice Cooper nicht in die Stadt bekommen, da waren es „nur“ 2500 Leute. Wind freut sich daher, dass beim Lauryn Hill-Konzert bis auf die lange Schlange vor der Garderobe „alles reibungslos verlaufen ist.“

Es ist halb zwölf und unten in der Halle fegen Hallenmitarbeiter die letzten Plastikbecher zusammen. Auch auf den Rängen haben die Zuschauer etwas Unordnung hinterlassen. „Das ist schnell aufgeräumt“, weiß Wind. Der Bochumer Veranstalter Matrix habe neben dem eigenen Sicherheitsdienst mit 30 Leuten eine gute Organisation mit in die Halle gebracht. Das sei nicht immer so. „Manchmal läuft es auch chaotisch.“ Doch mit einem Pfandsystem wie bei diesem Konzert hielte sich das Aufräumen in Grenzen. „Die Leute schmeißen weniger Becher weg, wenn Pfand darauf ist.“ Getrunken werde trotzdem immer viel auf Veranstaltungen, weiß Wind. „Am meisten auf Rock-Konzerten.“ Was man nicht meint: „Auf denen geht es am friedlichsten zu.“ Er weiß auch warum. „Weil die Rocker wissen, was sie vertragen.“ Am meisten Krawalle gebe es dagegen auf Schlager-Konzerten. Und bei Lauryn Hill? „Alles friedlich.“

Lauryn Hill in Mülheim

So haben das auch Toni (15) und Henri (18) Mersch empfunden. Die beiden Brüder standen ganz vorne beim Konzert. Und sind begeistert: „Es war ausreichend Platz, man konnte vorne gut tanzen“, sagt Henri. „Wir sind froh, dass wir Lauryn Hill mal live erleben durften.“ Schließlich seien ihre Auftritte rar. Dass sie ausgerechnet in der Heimatstadt spielt, hätten die Brüder nie vermutet.

Volleyball und Badminton

Auch der Hallenmanager hätte gerne mehr solcher Konzerte. „Dafür würden wir gerne eine bestimmte Konstruktion an der Decke anbringen.“ Diese würde es erlauben, die Bühne weiter hinten zu platzieren, so dass weitere 500 Gäste Platz hätten. Doch ob diese „Pre-Riggs“ angeschafft werden, hänge von der Finanzlage ab. So lange wird es wohl bei ein bis zwei Starauftritten pro Jahr in der RWE-Halle bleiben. Wen würde Ralf Wind selbst gerne in Mülheim singen hören? „Udo Jürgens wäre nicht schlecht.“ Aber eigentlich sei er Fan von Sportveranstaltungen. „Auf die Dart-Europameisterschaft im September freue ich mich sehr“, verrät er. Dann kommen 12.000 Menschen an vier Tagen nach Mülheim. Das schaffen nur wenige Musiker.

Die nächste Veranstaltung in der RWE-Sporthalle steht am 5. Februar an. Dann findet ein Volleyball-Bundesliga-Turnier statt. Mit sportlichen Spitzenleistungen geht es vom 28. Februar bis 4. März weiter. Dann finden die Yonex German Open Badminton Championships 2012 statt. Veranstaltungsübersicht unter www.muelheim-ruhr.de

Kristina Mader

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Kommentare
30.01.2012
09:00
Standort Mülheim
von baumjohann | #1

Jaja, wir sind breit aufgestellt, mit dieser Halle! Das schafft auch nur Journalismus in Mülheim: Ein Konzertbericht als Lobhudelei auf die RWE Sporthalle! Zwei Zeilen über die Künstlerin und das Konzert, der Rest dann des Berichtes über die RWE, sorry, ist das groß genug: RWE. Hatte ich schon erwähnt, RWE Sporthalle! einfach lächerlich. Diese Halle ist so ungeeignet für ein Konzert dieser Kategorie wie ein Kunstrasenplatz im Sommer zum Eiskunstlauf! Also, was soll dieser Bericht? In der Halle war Null Athmo, der Sound unter aller Sau. Niemals mehr wird ein Künstler dieser Kategorie diese "Wellblechhalle am Rande des Ruhrgebiets" (Kölner Stadtanzeiger) besuchen. Warum macht man hier so ein Fass auf, erwähnt den Sponsor in heiliger Ehrfurcht über Gebühr und kniet nieder vor den ungeahnten Möglichkeiten, die diese EX-Carl-Diem-Halle so bietet. Hallo? Das ist ne Sporthalle, sonst nix! Beschämend, dass in Mülheim, wie auch im Rest des Ruhrgebietes, das "tote" Bauwerk, der Standortfaktor, mal wieder mehr zählt, als der Mensch. Der war nämlich überwiegend sehr enttäuscht am Samstag vom Konzert der Miss in der RWE-Sporthalle.

1 Antwort
Pssst...
von lospolloshermanos | #1-1

nicht so laut. Mülheim schläft doch.

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