Landeszuschuss für Radweg neben der Zeppelinstraße genehmigt

Auf der Straßenbahntrasse neben der Zeppelinstraße soll ein neuer Bürgerradweg entstehen. Die Planungen dafür sind bereits angelaufen
Auf der Straßenbahntrasse neben der Zeppelinstraße soll ein neuer Bürgerradweg entstehen. Die Planungen dafür sind bereits angelaufen
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Neben der Zeppelinstraße soll auf der stillgelegten Straßenbahntrasse ein Bürgerradweg entstehen. Die Planungen dafür laufen, Zuschüsse gibt es auch.

Mülheim-Raadt.. Seit drei Jahren rosten die Schienen auf dem breiten, inzwischen grünen Gleisbereich neben der Zeppelinstraße vor sich hin. Die Mülheimer Verkehrsgesellschaft (MVG) hatte die Straßenbahnstrecke von Hauptfriedhof bis Flughafen damals einfach unrechtmäßig dicht gemacht – wegen „zu hoher Reparaturkosten“, wie es hieß. Nun soll auf dem Trassenabschnitt ein Radweg entstehen.

Mehrere Behörden und Geldgeber sind an diesem Projekt beteiligt. Weil die Zeppelinstraße im Plan als Landesstraße (L 442) aufgeführt ist, müsste der Landesbetrieb Straßen NRW neben den beiden Autospuren einen Radweg anlegen. Allerdings fehlt dafür seit Jahrzehnten das Geld. Immer war noch irgendwo ein Radwegeprojekt wichtiger – vor allem am Niederrhein – als das in Mülheim.

Aber es gibt beim Land noch einen anderen Zuschusstopf: den für Bürgerradwege. Folglich soll zwischen Hauptfriedhof und Flughafen nun ein Bürgerradweg entstehen, bestätigt Helmut Voß vom Amt für Verkehrswesen. Beschlossen sei das noch nicht. „Die Politiker müssen unsere Pläne erst genehmigen.“ Die Vermesser seien aber bereits vor Ort gewesen.

Projekt soll im Planungsausschuss vorgestellt werden

Mit diesen Daten erarbeiten die Stadtplaner in den nächsten Wochen den Bauplan für den neuen Radweg. „Außerdem müssen wir die Kosten für die Ausführung ermitteln“, erläutert Helmut Voß. „In einer der nächsten Sitzungen des Planungsausschusses wollen wir das Projekt dann zur Beratung vorstellen und beschließen lassen.“

Nach dem Baubeschluss müssen die Planer weitere Hürden nehmen. „Wir stimmen mit dem Landesbetrieb Straßen NRW die Einzelheiten ab und mit der Bezirksregierung Düsseldorf vereinbaren wir den Status des Grundstücks“, beschreibt Helmut Voß das weitere Vorgehen. Danach folgt die Ausschreibung für die knapp zwei Kilometer lange Radstrecke, die einige Steigungen und Abfahrten haben wird. Der Landeszuschuss dafür ist jetzt bewilligt.

Sollte die Bezirksregierung den so genannten eigenen Bahnkörper als Bestand festschreiben, können die örtlichen Radwegeplaner damit leben. „Der Radweg würde die Trasse sichern für eine Straßenbahnstrecke, sollte diese irgendwann wieder beschlossen werden“, erläutert Helmut Voß.

Vor drei Jahren – Anfang April – feierten die Oberhausener das 115-jährige Bestehen ihrer Straßenbahn (abgesehen von einer 28-jährigen Unterbrechung). Im Schatten dieser kleinen Feier mit Oldtimertouren fuhren auf dem Flughafenast gleichzeitig vorerst die letzten Straßenbahnen.