Längste Tafel der Welt soll auf der A40 entstehen
21.07.2009 | 13:54 Uhr 2009-07-21T13:54:00+0200Mülheim. Die längste Tafel der Welt soll am 18. Juli 2010 auf der A40 die Menschen im Ruhrgebiet verbinden. Seit Samstag können die Tische geordert werden. Über das Projekt „Still-Leben Ruhrschnellweg” sprechen Mülheims Kulturhauptstadtbeauftragter Holger Bergmann und Mitarbeiter Marc Becker.
Wie läuft die Reservierung der Tische in Mülheim?
Holger Bergmann: Hervorragend! Im Mülheimer Kulturhauptstadtbüro gehen laufend neue Meldungen ein. Vereine, Verbände und Bürgerinnen und Bürger haben bereits über 400 Tische reserviert.
Wieviel Tische gibt's insgesamt?
Bergmann: Für alle Ruhrgebietsstädte sind es insgesamt 20 000 Stück. Mülheim hat eine Option auf 1000 Tische, also sind noch welche zu haben.
Was passiert an den Tischen – außer essen und trinken?
Becker: Schon jeder Tisch ist für sich eine kleine Bühne, die unsere Alltagskultur präsentiert – sei es nun Nachbars Geburtstagsfeier oder die Skatrunde, welche die Besucher an ihrem Tisch vielleicht zu einer kurzen Partie einlädt. Wir haben bereits aus unterschiedlichen Bereichen Tischanfragen: von Kegelclubs, Sportvereinen, Seniorenrunden, Tanzschulen, Künstlern, Schachclubs und anderen.
Gibt es daneben ein Kulturprogramm auf Bühnen?
Marc Becker: Ja, es ist vorgesehen, dass auch die Anrainerstädte das vielfältige Stadtleben auf zentralen Bühnen präsentieren. Daneben werden auch die Stadtsportbünde zusammen mit dem Landes-Sport-Bund sogenannte Sportinseln einrichten und die Besucher zum Mitmachen und Ausprobieren einladen.
Welches Stück der A40 ist für Mülheim vorgesehen?
Becker: Alle bei uns bestellten Tische stehen auf Mülheimer Stadtgebiet. Ein Schwerpunkt soll aber im Bereich an der Stadtgrenze Essen liegen.
Was kostet ein Tisch?
Becker: Der reine Tisch kostet 25 €. Es handelt es sich um übliche Biertischgarnituren, an denen acht bis zehn Personen Platz finden können.
Die Autobahn muss am nächsten Tag wieder befahrbar sein. Wer räumt auf?
Becker: Mit der Umsetzung des Still-Leben-Projektes hat die Ruhr.2010 im Juni die Essener Agentur TAS Emotional Marketing beauftragt. Die Agentur wird sich dieser großen logistischen Herausforderung stellen.
Die Aktion wird von manchen kritisiert, weil der kulturelle Anspruch fehlt . . .
Bergmann: Die Kulturhauptstadt ist keine Kunsthauptstadt und es ist wichtig, für viele Bewohner der Metropole Ruhr neue Erlebnisse und Eindrücke zu schaffen und Begegnungen zwischen den unterschiedlichen Stadtgesellschaften zu ermöglichen. Das Ruhrgebiet erlebt sich an diesem 18. Juli 2010 als Gesamtheit und feiert ein Jahr voller Kultur.
Wie läuft das Prozedere mit Buchung und Bestätigung?
Becker: Tischbestellungen sind sowohl über das Mülheimer Kulturhauptstadtbüro als auch bei der Ruhr.2010 möglich. Das Mülheimer Bestellformular ist auf der Internetseite www.muelheim-ruhr.de zum download hinterlegt oder u.a. in der Bürgeragentur an der Schlossstraße erhältlich. Die Bestätigungen für die Buchungen wird das Mülheimer Kulturhauptstadtbüro ab Ende September versenden.
Was kostet das Projekt die Stadt Mülheim?
Bergmann: „Still-Leben Ruhrschnellweg” ist eines der Großprojekte zum Kulturhauptstadtjahr und wird vom Budget her durch die Ruhr.2010 finanziert. Die Stadt Mülheim hat lediglich die Tische gekauft und gibt diese jetzt zum Selbstkostenpreis an die Bürger weiter.

08:50
Ich bin über das Projekt begeistert, wohne an der A40 und habe kein Problem das dann Tausende Menschen an meinem Fenster vorbeilaufen und feiern das könnte auch eine L-Parde sein, auch wenn ich die Musik nicht mag, so Tollerand bin ich wohl auch mal an solchen tagen nicht über die A40 mit dem Auto zu fahren. Für die, die es stört und auch an der A40 wohnen ein Tipp mauert eure Fenster zu dann stört euch keiner mehr und ihr habt ruhe, aber bitte lasst sie dann auch zu damit wir auch unsere ruhe haben.
11:14
Einen ausgemachteren Schwachsinn habe ich noch nicht gehört. Anstatt Anwohner bei einer Einhausung der gesamten A40 zu unterstützen, bei der tausende Menschen ein spürbaren gesundheitlichen Nutzen hätten, werden solche absurden Dinge auf den Weg gebracht. In welcher realitätsfremden Welt leben wir hier eigentlich.
22:58
Hoffentlich werden die wohlmeinenden Leute, die auf der Autobahn Platz nehmen wollen, nicht durch Fehlplanung und Abzocker enttäuscht.
Ich nehme mal an, dass sich da z.B. einige das Catering-Geschäft (Getränke!) sichern werden wollen. Ansonsten: eine gewaltige logistische Herausforderung, ich möchte nicht in der Haut der Verantwortlichen stecken....Wirklich, eine Wahnsinnsidee.
@9 da kann BAyern einpacken.
Die machen so was ähnliches jedes Jahr auf der Theresienwiese, die Tische anders zusammengestellt und schön Zelte drüber...
08:46
Genial Fahrradfanren soll auch moeglich sein habe ich gelesen. Das erlebt man nur 1x im Leben! Ich freue mich schon drauf.
23:03
Ist ein mutiges Projekt! Toll, dass Mülheim dabei ist! . Geht doch in die Oper, wenn ihr Euch selbst zu wenig Kultur seid!
21:58
Die Zweckentfremdung der mit öffentlichen Mitteln errichteten Autobahn durch das Aufstellen der Biertischgarnituren hat nichts mit Kultur zu tun, sondern ist in meinen Augen eine Veruntreuung von Steuergeldern.
Wahn, Wahn, überall Wahn!
In diesem Sinne...
20:01
hm ... Fresskultur?
15:31
Zusatz:
Es wird immer versucht, mir Angst zu machen, indem man mir erklärt, dass wir aussterben.
Angesichts dieser Entwicklung kann ich nur sagen: ES IST NICHT SCHADE DRUM !!!!!
15:29
Wollte man nicht mal die komplette A 40 abdeckeln?
Da wäre doch dann die Gelegenheit und diejenigen verschwänden gleich mit, die für dieses Spektakel auch noch als Claqueure dienen.
So viel Unsinn zeigt auch die geistige Verarmung unserer Gesllschaft. Wer das für genial hält, dem fehlt aber einiges im Denkapparat.
15:16
Die B1 und die A 40 gehören dem Status nach wohl dem Bund und nicht den Städten. Also hat man in Berlin nur ein Strassenfest außerhalb der Bannmeile genehmigt . Oder sollte auch Strassen NRW beteiligt gewesen sein ? Wie wäre es , wenn man länderübergreifend auf auf der A 1 die größte Partymeile Deutschlands ,mit L-Parade und Eintrag ins Guiness-Buch veranstaltet. Vergißt die Grippe der Schweine nicht !