Kostbare Sammlung

Apropos Stadthalle. Die Vorstellungen in der Studio-Bühne im vergangenen Jahr haben nicht wenige Zuschauer mit Rückenschmerzen verlassen. Dürfen sie sich diesmal auf bequemere Sitze freuen?

Wir arbeiten daran. Geprüft wird derzeit, ob es möglich ist, eine bequemere Bestuhlung zu schaffen.

Es ist auch ein neues Moderatoren-Team der Publikumsgespräche am Start?

Ja, wir arbeiten erstmals mit zwei Moderatoren: Beide sind in Mülheim noch nicht bekannt, wohl aber in der Theaterwelt. Es sind zwei renommierte Theaterkritiker, die zudem erfahrene Hörfunkmoderatoren sind und Podiumsgespräche kennen. Christoph Leibold moderiert die ersten drei Produktionen, dann übernimmt Michael Laages die anderen vier.

Vorjahres-Moderator Tilmann Raabke war nicht unumstritten und nur eine Saison dabei.

Das war von vorn herein auf ein Jahr angelegt und ist auch der Tatsache geschuldet, dass er als Chefdramaturg am Theater Oberhausen gebraucht wird. Denn es hat sich gezeigt, dass die Moderatorentätigkeit ein Fulltime-Job ist, der die komplette Arbeitskraft für diese Zeit erfordert. Das ist jetzt bei den beiden Moderatoren der Fall.

Ist die 40. Ausgabe des Festivals eine besondere Herausforderung?

Herausforderung klingt immer so nach Anstrengung, aber es ist vor allem ein schöner Anlass zu feiern. Und wir haben allen Grund zu feiern, weil wir in Mülheim mit diesem Festival eine lückenlose Dokumentation über die Entwicklung des Gegenwartstheaters vorlegen. Das sind 40 Jahre und in jedem Jahr waren in Mülheim immer die jeweils besten Stücke der Saison da. Wenn man sich das anguckt, dann ist das wirklich eine ganz kostbare Sammlung – auch von theaterhistorischem Wert.