Korrektiv gegen die Ausgrenzung

Adem Köstereli ist von Haus aus Ökonom und arbeitet im Einkauf eines Konzerns. Seine Leidenschaft gilt dem Theater, die er mit Wanja van Suntum, Kulturwissenschaftler und Künstler, teilt. Vor zwölf Jahren lernten sich die beiden Mülheimer beim Jungen Theater am Raffelberg kennen. Neben der Schauspielerei entwickelte Köstereli eigene Projekte, leitete ein Kinder- und Flüchtlingstheater. Dritter im Bunde ist Jonas Tinius, der das Projekt wissenschaftlich begleitet und eine Dokumentation erstellt.

Ziel von „Ruhrorter“, ein dreiteiliges Theater- und Kunstprojekt, ist die Suche nach neuen ästhetischen Formen, um mit den Mitteln der Kunst und der forschenden Dokumentation ein Korrektiv gegen die Kategorisierung und Ausgrenzung von Flüchtlingen und Asylsuchenden zu entwerfen. Zusätzlich entsteht eine Materialsammlung, die den Prozess anthropologisch dokumentiert.

Das Projekt des Theater an der Ruhr wird vom Kulturministerium des Landes gefördert. Weitere Informationen im Internet unter: www.ruhrorter.com.