Kontakt nach Qalqilia wird intensiver

Qalqilia ist die im Westjordanland gelegene Nachbarstadt von Mülheims israelischer Partnerstadt Kfar Saba. Die Kontakte zwischen den drei Städten waren in den 90er Jahren schon einmal intensiv und weit fortgeschritten. Die zweite Intifada hat den Kontakt zwischen den beiden Nachbarstädten, die seit 2003 von einer acht Meter hohen Mauer getrennt sind, ausgebremst. Auch zwischen Mülheim und der palästinensischen Stadt ist der Kontakt abgekühlt. Seit drei Jahren bemüht sich ein Arbeitskreis um eine Wiederbelebung. „Das Bemühen wird nicht nur in Mülheim und Qalqilia sehr begrüßt, sondern auch von dem Bürgermeister in Kfar Saba, den ich im vergangenen Jahr getroffen habe“, erzählt der Künstler Heiner Schmitz und betont, dass es das Ziel sei, Brücken und zwischenmenschliche Kontakte aufzubauen, die ein friedliches Miteinander im Blick haben. Der zuvor gute Kontakte würde diesseits und jenseits der Mauer vermisst, so Schmitz.

Kürzlich reiste eine Delegation aus Mülheim nach Qalqilia und wurde dort auch von Bürgermeister Othman Dawoud sowie Vertretern des Rates und der Verwaltung empfangen. Dabei wurden auch die Fortschritte der Freundschaftsaktivitäten zwischen Mülheim und Qalqilia erörtert, wie Ribhi Yousef erzählt. Kontakte von drei Mülheimer Schulen und zwei Kindergärten wurden dort ebenso thematisiert wie ein vierwöchiges Praktikum eines palästinensischen Arztes am Evangelischen Krankenhaus. Schüler können sich vorstellen, in Palästina Praktika zu absolvieren. Für Dawoud sind solche Kontakte wichtig, um Qalqilia aus der Isolation durch die Mauer herauszuführen.