Konkrete Nothilfe in der Nachbarschaft

Wie arbeiten Hilfsorganisationen und wie funktionieren Mikrokredite in der Entwicklungshilfe? Mit dieser Frage setzten sich jetzt Zehntklässler der Realschule Stadtmitte in ihrem Religionsunterrichtes auseinander. In der Diskussion wurde nicht nur Schülerin Tammy Becker klar: „Es gibt auch bei uns Menschen, die arm sind und Hilfe brauchen.“ Auf der Spurensuche nach Not in der Nachbarschaft stießen die Schüler und ihre Lehrerin Anne Oeckinghaus in der katholischen Stadtgemeinde St. Mariae Geburt auf den Mittagstisch für Bedürftige. Um mehr über die Arbeit der ehrenamtlichen Helfer zu erfahren, die donnerstags im Pfarrheim an der Althofstraße bedürftige Gäste bekochen, luden sich die Schüler Elke Titze in den Unterricht ein, die sich seit elf Jahren im ehrenamtlichen Kochteam engagiert.

Ihr Bericht darüber, wie Not in Mülheim aussieht und wie schnell Menschen auch bei uns in Not geraten können, motivierte die Jugendlichen zu einer spontanen Spendenaktion. Mit Hilfe ihrer Lehrerin setzten sie einen Brief an die Eltern auf.

Und einige Schüler warben mit einem kleinen Theaterstück, das die Geschichte vom barmherzigen Samariter ins Hier und Heute übersetzte, bei ihren Mitschülern um Sachspenden zur Unterstützung der Bedürftigen. Das Ergebnis ihrer Bemühungen (zwölf Umzugskisten voller Lebensmittel, Kleidung und Taschen) konnten sie, dank der großen Unterstützung durch Eltern und Mitschüler, in der vergangenen Woche beim Mittagstisch an der Althofstraße an die dankbaren Empfänger übergeben.