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Naherholung

Konfliktfall Auberg

14.04.2010 | 11:00 Uhr
Konfliktfall Auberg

Der Auberg ist für viele Mülheimer das Naherholungsgebiet schlechthin. Seit März versuchen Ranger des Regionalverbands Ruhr (RvR) dort für Ordnung zu sorgen. Das passt längst nicht jedem.

Schon am ersten Tag zerstachen Unbekannte die Reifen an einem der Autos.

Reiter, Fahrradfahrer, Drachenflieger, Hundebesitzer und viele mehr treffen sich auf dem Areal. Hinzu kommen Interessenskonflikte zwischen den Anwohnern, den Landwirten und den angereisten Besuchern. Der RvR hatte Ende 2007 große Teile des Aubergs von der Stadt erworben. Zu Beginn habe man gehofft, dass durch Aufklärung und die speziell errichtete Hundewiese, Nutzungskonflikte der Vergangenheit angehörten, erklärte Gerhard Klesen, stellvertretender Betriebsleiter RvR Ruhr Grün, im März. Diese Hoffnung habe sich nicht erfüllt. Daher probiert man nun mit Hilfe der Ranger, auf dem Auberg Ordnung zu schaffen. Wir begleiteten die Ranger Matthias Klar und Michael Zielkowski.

Sonntagmittag, 13.30 Uhr: Trocken, aber ziemlich kalt ist es auf dem Auberg. Dennoch: Der Parkplatz am Ende des Eschenbruchs ist sehr gut gefüllt. NE, D, KR, BO: ein wahrlich beliebtes Örtchen Ruhrgebiet.

13.31 Uhr: Die Ranger sind umgehend gefordert: Beschwerden, Fragen und spitze Bemerkungen „versüßen“ ihnen den Sonntag. Mehr Tüten, mehr Mülleimer, mehr Rechte, könnte man die ersten Anliegen zusammenfassen. Um die Tüten für den Hundekot werde man sich kümmern, mehr Mülleimer an den Bänken werde es jedoch nicht geben. „Müll, der mitgebracht wird, kann wieder mitgenommen werden“, so Klar.

13.35 Uhr: Es geht los. Nicht, wie angenommen, auf zwei Beinen, sondern mit vier Rädern. Die Reifenattacke hat ihre Spuren hinterlassen. „Nach dem Ereignis lassen wir unsere Autos ungern allein.“ Weit kommen wir nicht. Ein Hundehalter läuft auf dem Reitweg, da gehört er nicht hin. Freundlich wird das Fehlverhalten angesprochen, von Ermahnung oder Bestrafung keine Spur. Die Halterin reagiert gelassen und kooperativ. „Der Normalfall“, versichern die Ranger.

13.50 Uhr: Es wird ein wenig komplizierter. Ein alter Trampelpfad sorgt für Verwirrung, bei den Rangern und bei den Spaziergängern. Ein offizieller Weg ist es nicht, doch benutzt wird er seit Jahrzehnten. Da fällt es manch einem schwer, das Begehungsverbot als sinnig zu erkennen. Und auch Klar muss zugeben, „hier muss natürlich durch Schilder oder Bepflanzung klar gemacht werden, dass hier kein Weg ist.“ Immerhin könnten sie ja nicht 24 Stunden aufpassen. Dementsprechend gehe es auch nicht darum, Bußgelder zu verhängen, was im übrigen noch nicht ein einziges Mal getan wurde, sondern darum, die Menschen aufzuklären und für ein geordnetes Miteinander zu sorgen.

14.10 Uhr: So ganz nachvollziehen kann das nicht jeder. Auch nicht die Familie, die auf der Drachenwiese ihren Sonntag verbringen wollte. Das geht nämlich erst wieder nach der Mahd, also im September. Das gehe doch zu weit, befand der Mann.

Alexander Neuhaus

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Kommentare
15.04.2010
16:52
Konfliktfall Auberg
von Hundehalterin | #8

Mülheim hat soooo schöne Ecken zum Spazierengehen. Ich weiss nicht, was alle immer mit diesem Auberg haben?

15.04.2010
08:42
Konfliktfall Auberg
von loumpi | #7

An einem Sonntag sollte mal ein auberg sit-in stattfinden :

Großes chillen ohne Müll :D

14.04.2010
22:46
Konfliktfall Auberg
von brummischwarz | #6

Hat zu Zeiten der Militärherrschaft auf dem Auberg eigentlich alles besser funktioniert ohne Regeln und Ranger, oder wurde da nicht so drüber berichtet?

14.04.2010
11:22
Konfliktfall Auberg
von McNepp | #5

Und am Ende steht ein Eintrittsgeld für den Auberg, um die Müllabfuhr zu finanzieren.

Schließlich und endlich ein Privatgelände für selbsternannte Naturschützer?

14.04.2010
11:21
Konfliktfall Auberg
von McNepp | #4

Mitgebrachten Müll kann jeder wieder mitnehmen. Klapp in den Alpen gut.
Oder soll ich (per Müllabfuhr -> über die Steuern) anderen den A... hinterhertragen lassen?

14.04.2010
11:21
Konfliktfall Auberg
von Vorschlag | #3

Der RVR könnte doch einen Müllmann einstellen, der 8 Std. am Tag Müll einsammelt und für dessen Bezahlung und die der Ranger Benutzungsgebühr verlangen. Wäre das evtl. im Sinne der Nutzer des Geländes?

14.04.2010
10:58
Konfliktfall Auberg
von csc | #2

Hallo ??? Sind die Besucher nicht in der Lage ihren Müll wieder mitzunehmen?

14.04.2010
09:35
Konfliktfall Auberg
von Mülheimer | #1

Schauen wir mal, wann sich das erste Kind oder der erste Hund, sich an den herumliegenden Scherben im Auberg verletzt.Müll wieder mit nach Hause nehmen ? Hallo ??? Ist der RVR nicht in der Lage, ein paar Mülleimer aufzustellen ?

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