Kleinkind bei Feuer in Mülheim schwer verletzt
21.12.2010 | 18:31 Uhr 2010-12-21T18:31:00+0100
Mülheim.Ein auf dem Campingplatz Entenfang abgestelltes Mobilheim - die Wohnung einer dreiköpfigen Familie - brannte am Dienstag komplett aus. Der einjährige Sohn erlitt erhebliche Brandverletzungen. Benachbarte Mobilheime wurden beschädigt.
Die Flammen ließen nichts übrig: Ein auf dem Campingplatz Entenfang abgestelltes Mobilheim, die Wohnung einer dreiköpfigen Familie, brannte am gestrigen Dienstag komplett aus. Der einjährige Sohn erlitt laut Feuerwehr erhebliche Brandverletzungen, die aber nicht lebensbedrohlich sind. Auch seine Mutter zog sich leichte Verbrennungen und eine Rauchvergiftung zu. Der dreijähriger Bruder wurde vorsorglich ebenfalls ins Duisburger Klinikum gebracht.
„Wir sind nur froh, dass sie raus gekommen sind.“ Sabine Mohr sagt dies mehrfach und klingt dabei, als könne sie auch Stunden später nicht begreifen, was an diesem Morgen geschehen ist. Ihre Tochter und ihre zwei Enkelsöhne lebten in dem Mobilheim, das komplett niederbrannte. Nur durch Zufall, so berichtet die Großmutter, hat ihre 22-jährige Tochter das Feuer überhaupt bemerkt: „Alle schliefen noch, aber sie musste auf Toilette, und auf dem Weg ins Bad hat sie das gesehen. Das Wohnzimmer hat da schon komplett gebrannt. Sie konnte sich nur noch die Kleinen schnappen und raus.“
Zwei Löschzüge rückten aus
Genau um 7.53 Uhr am Dienstagmorgen ging der Notruf bei der Feuerwehr ein. Von der Broicher und der Heißener Wache rückten zunächst zwei Löschzüge mit 20 Einsatzkräften aus. Als die Wehr am Entenfang eintraf, so Feuerwehrsprecher Horst Brinkmann, brannte das Mobilheim bereits „in voller Ausdehnung. Zwei in unmittelbarer Nähe stehende Mobilheime waren ebenfalls in Brand geraten.“ Das Feuer konnte aber mit insgesamt vier Strahlrohren und Löschschaum schnell unter Kontrolle gebracht werden. Möglicherweise, so erste Vermutungen, löste ein Gasofen den Brand aus. Die Kriminalpolizei ermittelt.
Die Familie war da bereits ins Duisburger Klinikum gebracht worden. Denn der Jüngste, gerade ein Jahr alt, erlitt Verbrennungen ersten Grades an Kopf und Hand. Auch seine Mutter habe leichte Brandverletzungen und eine Rauchvergiftung, berichtet die Großmutter Sabine Mohr. „Ich hoffe, dass ich sie alle morgen wieder nach Hause holen kann.“ Damit meint sie ihr eigenes Mobilheim am Entenfang, 50 m² groß. Denn während die beiden nebenstehenden Heime der Nachbarn stark beschädigt wurden, wurde das der dreiköpfigen Familie gar völlig zerstört.
"Sie haben nichts mehr"
„Alles ist verbrannt. Sie haben kein Möbelstück, keine Kleidung, kein Spielzeug, nichts mehr“, sagt Nachbarin Ramona Baßfeld. „Erschüttert“ war sie, wie auch viele andere, die am Entenfang ihr Eigenheim haben. Bereits am frühen Vormittag hing an der Verwaltung des Campingplatzes ein Zettel, der zu Spenden aufrief. Für die junge Mutter wird diese Solidarität ihrer Nachbarn ein Trost sein. „Sie ist mit den Nerven fertig“, berichtet Sabine Mohr. „Sie hat nicht viel Geld und weiß nicht, wie es weitergehen soll.“ Ihre Mutter teilt diese Sorgen, aber dennoch: „Wir sind einfach nur froh, dass sie da rausgekommen sind.“

15:47
Fact ist: die Gasversorgung, sämtliche Leitungen etc. müssen 1x jährlich von Sachverständigen überprüft werden.
Der Campingplatz am entenfang ist, bzw. der einzigste in Deutschland, auf dem man auch seinen Hauptwohnsitz haben kann und darf, hier leben vor allem Rentner, aber auch Menschen die Kinder haben, denn dort können Kinder noch spielen, toben, rennen. ( wenn auch nicht während der strengen Mittagsruhe aber, wo ist das anders? )
Mobilheime haben oft eine Fläche von bis zu 100qm. mehr als ausreichend für eine 3 köpfige Familie, viele Wohnungen sind kleiner und vor allem teurer! Wobei die Pacht eines Stellplatzes nicht zu verachten ist, aber in Summa immer noch preiswerter als eine Wohnung.
Alles gute der Mutter und ihren Kindern
15:15
...alles Mobilheime?
Bei google maps kann sich ja mal jeder ein Bild davon machen:
http://maps.google.de/maps?client=firefox-a&hl=de&ie=UTF8&t=h&ll=51.371955,6.817178&spn=0.002987,0.010675&z=17
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14:54
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14:09
Beim Brandschutz gelten sonst strenge Regeln. Wer sich schonmal mit dem Bauamt auseinadergesetzt hat, wird meine Fragen verstehen. Da wird dann eben scheinbar mit zweierlei Maß gemessen. So eine (Pseudocampingplatz-) Ansiedlung hat offensichtlich Sonderstatus.
Hier sind gleich drei Wohnwagen in Brand geraten während die Feuerwehr nach einem Hydranten gesucht hat - das finde ich bedenklich. Wenigstens Kinder müssen vor so einem Unsinn geschützt werden.
Ansonsten sollten Sie alle einfach mal versuchen, sachlich zu bleiben.
13:52
Zitat: Ich versteh einfach nicht, dass Menschen dort ihren dauerhaften Wohnsitz haben.
Wenn man einen völlig einfach zu begreifenden Zusammenhang nicht versteht, spricht das für sich. Man muss diese Unzulänglichkeit nicht gleich per Internet der ganzen Welt mitteilen.
13:44
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13:42
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12:51
@StadtMensch - wir haben mittlerweile fast das Jahr 2011. Sie hingegen scheinen noch im Jahr 1936 zu leben.
Heutzutage kann sich nicht jeder ein Eigenheim oder eine Wohung leisten. Woher wissen sie überhaupt über solche Zustände bescheid?
Klar mag es baurechtlich bedenklich sein, aber woruaf wollen sie hinaus? In unserer Strasse steht Haus an Haus. Einige mit Gasanschluss andere nicht - ist das jetzt auch bedenklich?
Sie sitzen wahrscheinlich mit ihrer Wohlstadsplautze am 24.12. schön in der warmen Wohnung und mit gesteigertem Alkoholpegel lassen sie mal wieder Stammtischparolen ab - viel Spass dabei?
12:30
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12:08
@StadtMensch
Sie sind doch wirklich völlig ahnungslos oder? Solche Lebensumstände? Was glauben Sie wie dort gelebt wird? Gerade das Leben auf einem Campingplatz ist für Kinder meistens ein Paradies.
Übrigens, es brennt ab und an auch mal in ganz normalen Häusern.