Klaus Ludwig will eine Runde spielen

„Ich will gerade zum Golfplatz gehen, eine Runde spielen“, sagt Klaus Ludwig (62) und schaut noch mal nach den Golfbällen. Eine umfangreiche Ausrüstung hat er zu verstauen. Als Laie denkt man immer, da sind zwei oder drei Schläger drin und ein paar Golfbälle. Klaus erklärt: „Es gibt ja verschiedene Situationen, da braucht man verschiedene Schläger in allen Längen. Man darf bei einem Turnier nicht mehr als vierzehn Schläger benutzen.“ Kein Wunder, dass das Ding Rollen hat. Ehrlich gefragt: Was ist denn der Sportanteil am Golfen? Zählt das wirklich als Sport? Klaus ruft aus: „Aber sicher doch! Man läuft ungefähr zwölf Kilometer. Ein Golfplatz ist 8 km lang, aber man schlägt ja nicht immer geradeaus, sondern auch mal von rechts nach links. Aber natürlich ist Golf eher ein mentaler Sport. Nach den vier Stunden ist man nicht körperlich kaputt, sondern geistig. Man ist danach völlig leer. Das ist die Faszination. Man muss sich auf den Punkt auf diesen kleinen Ball konzentrieren, muss den Bewegungsablauf haben, so dass man genau so schlägt, wie man das schon tausendmal gemacht hat. Man spielt eigentlich immer gegen sich selber und kann keinen anderen dafür verantwortlich machen, wenn man schlecht spielt.“