Klassenanbau am Sunderplatz ist nun abgeschlossen

Aus 16 vorgefertigten Modulen besteht der neue Anbau der Gemeinschaftsgrundschule am Sunderplatz. In rund sechs Monaten entstanden die Klassen- und Betreuungsräume sowie Toiletten für Mädchen und Jungen.
Aus 16 vorgefertigten Modulen besteht der neue Anbau der Gemeinschaftsgrundschule am Sunderplatz. In rund sechs Monaten entstanden die Klassen- und Betreuungsräume sowie Toiletten für Mädchen und Jungen.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
In rund sechs Monaten waren die neuen Räume für die Gemeinschaftsgrundschule am Sunderplatz bezugsfertig. Treppenhaus mit Aufzug verbindet altes und neues Gebäude.

Mülheim.. Himmelblau leuchtet ein Teil der Fassade des neuen Anbaus der Gemeinschaftsgrundschule am Sunderplatz. Der Rest strahlt weiß. Seit drei Monaten besuchen Mädchen und Jungen dort den Unterricht sowie die Über-Mittag-Betreuung. Dabei war erst Ende März 2014 der Hang zum kleinen Kirmesplatz auf der Heimaterde für den Neubau abgetragen und abgestützt worden. „Danach musste alles ganz schnell gehen. Darum haben wir uns für die Modulbauweise entschieden, die uns viel Zeit gespart hat“, erläutert Frank Buchwald, Leiter des Amtes für Immobilienservice.

Module sind im Werk vorgefertigte Gebäudeteile, die zwischen zwölf und 16 Tonnen wiegen. Mit Hilfe eines Krans setzen Bauleute sie dann zusammen. „Weil die Teile ineinander verschachtelt sind, entstehen keine Lücken an den Fugen. Wir schöpfen dazu alle Energieeinsparmöglichkeiten aus“, beschreibt Frank Buchwald. Die Erweiterung der Gemeinschaftsgrundschule am Sunderplatz gehört zu mehreren Schulneu- und anbauten, die Mitarbeiter des Immobilienservices betreut haben, gerade abwickeln oder bereits vorbereiten. „Mit den Plänen für die Augustastraße in Styrum gehen wir bald in die politischen Gremien“, kündigt der städtische Immobilien-Chef an.

Obwohl Frank Buchwald und seine Kollegen Millionen unter Sparzwang verbauen, entstehen keine Null-Acht-Fünfzehn-Bauten. Jedes neue Schulgebäude hat sein eigenes Gesicht. „Langlebig, schlicht und solide soll es sein. Für Extras haben wir kein Geld mehr“, fügt Buchwald hinzu. „Aber für die Türen brauchen wir hochwertige Scharniere und Klinken, weil Kinder sie häufig benutzen. Das ist in Schulen normal. Wer dabei spart, zahlt im Laufe der Jahre zu viel drauf.“ Buchwald ist diplomierter Bauingenieur und Kaufmann: „Wir haben für die Schule am Sunderplatz alles durchgerechnet. Ergebnis: Die Systembauweise kostet so viel wie zwei gemauerte Etagen. Qualitativ ist sie gleichwertig mit herkömmlichen Bauten. Aber die Zeitersparnis hat den Ausschlag für die vorgefertigten Teile ergeben.“

Gebäude ist barrierefrei zu erreichen

Die Container, die früher neben der Schule am Sunderplatz standen, haben die Immobilienbetreuer zum Krähenbüschken versetzt, um dort einen Kindergarten zu beherbergen. Der ursprünglich dafür angedachte Neubau fiel weg. Mit weiteren Containerverschiebungen und Zwischennutzungen von Gebäuden konnten die Immobilienbetreuer der Stadtkasse drei Millinen Euro gutschreiben. Buchwald: „Für diese Rochaden haben wir viele Gespräche mit den Betroffenen geführt, die Umzugslogistik erstellt und geregelt.“

Das Gebäude am Sunderplatz ist barrierefrei zu erreichen. Ein Treppenhaus mit Aufzug verbindet neue Räume auf zwei Etagen mit Klassen im Altbau. „Uns ist in kurzer Zeit ein solider Schulneubau gelungen“, dankt Buchwald den Beteiligten.