Kirmesbesucher in Saarn scheuen das Achterbahnwetter

Zu heiß war es auf der Saarner Kirmes bei der Eröffnung. Zu viel Regen gab es in der Wochenmitte. Nun hoffen die Schausteller auf viele Besucher an den nächsten Tagen.  Es sollte noch ein versöhnlicher Abschluss ohne Achterbahnwetter geben. Wer an der Mintarder Straße nichts wagt, gewinnt auch nichts.
Zu heiß war es auf der Saarner Kirmes bei der Eröffnung. Zu viel Regen gab es in der Wochenmitte. Nun hoffen die Schausteller auf viele Besucher an den nächsten Tagen. Es sollte noch ein versöhnlicher Abschluss ohne Achterbahnwetter geben. Wer an der Mintarder Straße nichts wagt, gewinnt auch nichts.
Foto: Michael Dahlke
Was wir bereits wissen
Hitze und Regen haben den Schaustellern Verluste gebracht. Alle hoffen auf viele Gäste zum Feuerwerk und am Wochenende. Mehr Fahrgeschäfte im nächsten Jahr.

Mülheim.. „Die Leute kommen gern auf die Kirmes. Aber das Wetter hat leider nicht so mitgespielt.“ Rudolf Edling hat auf der Saarner Kirmes seine Airport Bar geöffnet. Die Umsätze seien zwar nicht zum Abheben, „aber wir sind zufrieden. Am Sonntag war es schlicht zu heiß, am Mittwoch hat es zu viel geregnet“, sagt der Mann am Zapfhahn. Für die letzten drei Tage sei schönes Kirmeswetter angesagt. „Da hoffen wir auf ein gutes Finale“, sagt Edling. Heute Abend funkelt nach 22.30 Uhr bereits das große Feuerwerk über dem Platz an der Mintarder Straße, Bushaltestelle Feldmann.

„Normalerweise ist die Saarner Kirmes immer gut besucht. Aber wenn es fast 40 Grad heiß ist oder es bei 17 oft regnet, dann bleiben die Leute leider weg“, weiß auch Thilo Janssen von der Crazy Mouse. Dabei gehört die Achterbahn mit den drehenden Gondeln zu den Anziehungspunkten auf dem Platz. Es liege auch nicht an den Schulferien. „Wir waren bisher immer zufrieden in Mülheim“, betont Janssen. „Hoffen wir, dass die nächsten drei Tage für alle besser werden.“

Nicht nur Wetterkapriolen schuld

Deutlicher formuliert es Horst Walter Langenberg. Nicht nur Wetterkapriolen haben ihm das Geschäft verregnet: „Wir brauchen bessere Werbung für die Saarner Kirmes. Früher wurden bereits in Sterkrade Flugblätter verteilt. Da wussten die Leute, wir fahren ein paar Wochen später nach Saarn. Heute gibt es nur noch Banner und ein paar überklebte Hinweise. Man darf nicht alles kaputt sparen.“, sagt der Imbissbetreiber.

Der frühere Mülheimer ist seit 60 Jahren auf den örtlichen Jahrmärkten zuhause. „Wir haben schon Speldorf verloren. Daher muss Saarn attraktiver werden. Die Jugend braucht ein Über-Kopf-Fahrgeschäft, ältere wollen aus dem Riesenrad das Dorf und die Ruhraue sehen. Wir brauchen für eine belebte Kirmes mehr Standortwechsel.“ Der Platz gebe das her.

Buden müssen zurück an die Kahlenbergstraße

Saarnern spricht der Betreiber der Heißen Theke aus der Seele. „An der Kahlenbergstraße müssen wie früher Buden stehen, damit alle die Kirmes vom Dorf aus sehen. Eine Zugmaschinenparade gehört nicht an die Kirmespforte“, spricht Langenberg auch für andere Schausteller, die der Saarner Kirmes bisher die Treue gehalten haben.

„Die Saarner Kirmes ist nicht gefährdet. Auf die Baustellen in der Nachbarschaft müssen wir Rücksicht nehmen. Nächstes Jahr ist es nicht mehr so eng und es kommen andere Fahrgeschäfte dazu“, sagt Peter Stermann von der MST. In ganz Deutschland seien es – wetterbedingt – schlechte Kirmestage gewesen. Der Familientag gestern war gut besucht. „Heute ist Feuerwerk. Das zieht viele Besucher an.“