Kirchensteuer-Einnahmen sinken um 9 Prozent

Das Bistum Essen erwartet 2015 ein Netto-Kirchensteueraufkommen von etwa 165 Millionen Euro. Gegenüber der fortgeschriebenen Prognose für 2014 von 181 Millionen Euro ist dies ein Rückgang um etwa neun Prozent.

Deshalb sei es notwendig, den Weg der Haushaltskonsolidierung konsequent fortzusetzen, unterstreicht Generalvikar Klaus Pfeffer. Auf die Frage nach der Richtschnur wirtschaftlichen Handelns der Kirche gebe es nur eine Antwort: „Das Geld, über das wir in unserer Kirche verfügen, gehört nicht uns. Es ist uns anvertraut, damit wir es zum Wohl möglichst vieler Menschen verwenden.“

Der vom Kirchensteuerrat verabschiedete Etat für 2015 weist ein Gesamtvolumen von 230 Millionen Euro (2014: 254 Mio. Euro) aus. Neben den Kirchensteuern erhält das Ruhrbistum Zuwendungen und Kostenerstattungen von rund 39 Millionen Euro, zum größten Teil von Zuwendungen des Landes für die Schulen des Ruhrbistums (rund 32 Mio.). Zudem geht die Finanzverwaltung des Bistums von Erträgen aus dem Betrieb von Bildungseinrichtungen, Mieten, Pachterlösen und Zinserträgen in Höhe von elf Millionen Euro aus.

90 Millionen Euro der Aufwendungen fließen in die pfarrliche Seelsorge sowie in die Kategorialseelsorge (Krankenhaus-, Altenheim-, Gefangenen- und Hochschulseelsorge, Seelsorge in Polizei, Feuerwehr und Rettungsdiensten sowie Notfallseelsorge). 46 Millionen sind für den Unterhalt der Bischöflichen Schulen bestimmt. Für caritative Aufgaben werden 19 Millionen bereitgestellt. Für den Bereich Bildung sowie Kinder- und Jugendarbeit sind weitere 13 Millionen eingeplant.

Für das Jahr 2015 geht der Finanzdirektor des Ruhrbistums, Ludger Krösmann, davon aus, dass aufgrund der konjunkturellen Entwicklung, der demografischen Entwicklung und der Kirchenaustritte das Kirchensteueraufkommen in 2015 eine rückläufige Entwicklung erfahren wird. „Mittel- und langfristig werden die Kirchensteuereinnahmen weiter sinken. Deshalb ist es wichtig, durch eine sparsame Haushaltsführung die Zukunftsfähigkeit des Bistums Essen zu sichern“, betont Krösmann.