Keine Risse in Fahrgestellen der Bahnen

Die noch fahrtüchtigen Niederflurstraßenbahnen vom Typ NF6D haben bisher keine Haarrisse im Fahrwerk gezeigt. Bei einem Fahrzeug des gleichen Typs waren sie jetzt in Bochum entdeckt worden. Darum fahren die Bahnen dort jetzt nur noch halb so schnell (30 km/h).

Das müsse in Mülheim nicht automatisch auch gelten, sagt Olaf Frei, Sprecher der Mülheimer Verkehrsgesellschaft (MVG). „Untersuchungen sollen auf Empfehlung der Technischen Aufsichtsbehörde folgen.“ 1996 hatte die MVG, gemeinsam mit Oberhausen, zehn Fahrzeuge dieses Typs für die Strecke vom Kaiserplatz über Styrum und die neue Mitte bis Sterkrade gekauft. Mindestens zwei Bahnen ruhen bereits, teilweise ausgeschlachtet, im Depot an der Duisburger Straße. „Der Hersteller liefert keine Ersatzteile“, lautet dafür die offizielle Begründung. Dass diese Wagen nicht nur beim Werkstattpersonal unbeliebt sind, ist ebenfalls in den Bahnen zu hören. Nach nicht einmal 20 Lebensjahren würde die MVG die NF6D gern abschaffen. Ältere Bahnen mit hohen Einstiegsstufen scheinen robuster zu sein.