Kein geregelter Einsatz der Messgeräte in Sicht

Stadtgebiet..  Die Geschwindigkeitsmessgeräte der Bezirksvertretungen, die wegen vakanter Stellen beim Bauhof der Stadt derzeit „eingemottet sind“ (wir berichteten) werden wohl so bald nicht wieder eingesetzt werden können – obwohl die Politiker das ausdrücklich gefordert haben. Wie Roland Jansen von Amt für Tiefbau und Verkehrswesen in den Ortsparlamenten erklärte, werde der Kämmerer „kein Geld geben für diese Aufgabe“. Die Verwaltung habe auf Anregung der Politik Kontakt aufgenommen zur PIA und zur Verkehrswacht, um zu klären, ob diese die Messgeräte vielleicht mit ihrem Personal aufstellen und wieder abbauen könnten. Ob das machbar sei, habe aber noch nicht geklärt werden können. „Es gibt aber Sicherheitsfirmen, die die Aufgabe sicher übernehmen könnten“, so Janssen. Wenn man die Geschwindigkeitsmessgeräte aber so oft wie früher nutzen würde, könne das an die 25 000 Euro im Jahr für alle Bezirksvertretungen kosten. „Das kann die Verwaltung nicht einfach so abdecken“, erklärte Jansen.

Die Ortspolitiker zeigten sich enttäuscht, „weil gerade die Geschwindigkeitsmessungen auf den Straßen der Nachbarschaft für uns wichtige Entscheidungshilfen sind“, heißt es beispielsweise in der Bezirksvertretung 2. „Man müsste gucken, wie man das Ganze im Bauhof organisatorisch löst, so dass wenigstens einige Geschwindigkeitsmess-Termine wahrgenommen werden können“, erklärte Hansgeorg Schiemer (BV 1, CDU) und Ulrike Krieger (BV 1, SPD) forderte die Verwaltung auf, zu prüfen, welches Minimalangebot an Messungen möglich wäre. Roland Jansen dagegen betonte, „dass es mit dem vorhandenen Personal schon fast nicht möglich sei, die laufend nötigen Verkehrssicherungsmaßnahmen durchzuführen“. Eine vakante Stelle im Bauhof werde allerdings zeitnah wieder besetzt, eine andere (befristete) bald.

Die Bezirksvertetung 2 wollte diese Nachricht nicht einfach hinnehmen und bat, nichts unversucht zu lassen, die Messgeräte möglichst schnell wieder an den Straßenrand zu bringen.