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Kaum Hoffnung auf Ruhe

07.05.2007 | 22:54 Uhr

Lärmgeplagte Bürger trafen sich mit Vertretern der Deutschen Flugsicherung und debattierten über Flugmengen und Flughöhen. Fakt ist: Über Mintard fliegen täglich 220 Maschinen. Nun Druck auf Politik

Im Raum 124 des Rathauses herrscht Ruhe. Ruhe, die fast alle Anwesenden in ihrem Haus, in ihrem Garten , in ihrer Straße vermissen. Lärmgeplagte Bürger sitzen dort aus Heißen, von der Heimaterde, aus Mintard. Sie sind gekommen auf Einladung der Deutschen Flugsicherung, die ihnen darlegt, warum es so laut über ihren Köpfen geworden ist und laut bleibt.

Drei Millionen Flugbewegungen werden inzwischen pro Jahr im deutschen Luftraum registriert, 190 davon am Tag über Heißen, in Mintard fast 220. Allein 26 Überflieger in der Zeit von sechs bis sieben Uhr in der Früh beklagt ein Anwohner aus dem Süden. "Sie kommen, sind da, gehen weg. Zwei Minuten Lärm pro Flugzeug." Dauerbeschallung nennt er das, unerträglich, gesundheitsschädlich. Viele denken so. Er bekommt Beifall.

Eine junge Mutter berichtet von ihrer kleinen Tochter, die morgens vor Krach weinend im Bett liegt. Schlafstörungen, Schlafentzug. Auch das Wort "Folter" durch Fluglärm fällt.

Viel zu niedrig, beklagen die Menschen, würden die Maschinen fliegen. Höher müssten sie sein, am liebsten ganz woanders, wo weniger Menschen leben. Und jeder fragt sich, wo das hinführen soll bei jährlich sechs Prozent Steigerung im Flugverkehr. Beschwert haben sie sich schon oft, ebenso geschrieben und um Hilfe gebeten. Vergebens.

Auch die beiden Vertreter der Deutschen Flugsicherung, Michael Ludwig und Michael Fuhrmann, bedauern: "Wir können für Mintard keine Besserung in Aussicht stellen." Für den Flughafen Düsseldorf gebe es eine Betriebsgenehmigung mit einer bestimmen Zahl von Starts und Landungen. "Die werden uns präsentiert, die müssen wir abwickeln." Fertig. Sicherheit, so Ludwig, stehe dabei an erster Stelle, an zweiter tagsüber die Wirtschaftlichkeit, erst dann folge der Lärmschutz. Mit der Zahl der Flugbewegungen und den Höhen bewege man sich im rechtlichen Rahmen, betont Fuhrmann. Zu den Flughöhen sagt er: Jeder Pilot versucht, so schnell wie möglich viel Höhe zu erreichen.

Den Lärmgeplagten reicht es nicht. Sie wollen Druck machen. Nun Richtung Politik.

Von Andreas Heinrich

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