Katholischer Kita in Mülheim droht die Schließung

Kita-Plätze werden dringend gebraucht, aber vor allem die kirchlichen Träger klagen zunehmend über Kostendruck.
Kita-Plätze werden dringend gebraucht, aber vor allem die kirchlichen Träger klagen zunehmend über Kostendruck.
Foto: dpa
Was wir bereits wissen
Der katholische Kita-Zweckverband plant, zehn Einrichtungen zu schließen. Betroffen ist eventuell auch der Kindergarten St. Theresia an der Raadter Straße.

Mülheim.. Der katholische Kita-Zweckverband plant, aus Kostengründen zehn seiner insgesamt 270 Einrichtungen zu schließen. Betroffen ist möglicherweise auch ein Kindergarten in Mülheim, wie eine Sprecherin des Trägers bestätigte. Aus Insiderkreisen war zu erfahren, dass der Fortbestand der Kita St. Theresia an der Raadter Straße in Frage steht. Dort werden derzeit zwei Gruppen betreut.

Die Entscheidung liegt beim Verwaltungsrat des Zweckverbandes, der am heutigen Montagabend tagen wird. Momentan gibt es in Mülheim noch 16 katholische Kindergärten.

Zur Begründung der vorgesehenen Schließungen führte der Geschäftsführer des Kita-Zweckverbands, Peter Wenzel, gegenüber der Presse stark gestiegene Kosten an, insbesondere für Personal. Außerdem verwies er auf den vergleichsweise hohen Eigenanteil, der bei kirchlichen Trägern laut Kinderbildungsgesetz bei zwölf Prozent liegt.

Dies gilt allerdings nicht für jede Kommune im Bistum. So gibt es in Mülheim einen Beschluss, wonach die Stadt bei kirchlichen Einrichtungen noch einmal die Hälfte des Trägeranteils, also sechs Prozent, übernimmt. Der Zweckverband muss hier also nur sechs Prozent der Kosten tragen, wie Lydia Schallwig, stellvertretende Leiterin des Amtes für Kinder, Jugend und Schule, erläutert. Falls tatsächlich eine der katholischen Kitas aufgegeben würde, werde man wohl versuchen, einen anderen Träger zu finden.