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Katharina Windfeder erlebte unverhofftes Wintermärchen

06.01.2016 | 18:39 Uhr
Katharina Windfeder erlebte unverhofftes Wintermärchen
Einsatz für Deutschland: Katharina Windfeder vom HTC Uhlenhorst bei der Hallen-Weltmeisterschaft in der Arena Leipzig.Foto: Christian Windfeder

Mülheim.   Hockeyspielerin Katharina Windfeder vom HTC Uhlenhorst erlebt unter dem Hallendach magische Momente. Ihr Debüt im DHB-Team feierte sie bei der WM 2015 in Leipzig.

Die junge Dame hat sich mit Leib und Seele der Disziplin Hockey verschrieben, der sie mit Leidenschaft und nie endendem Spaß frönt. Quasi aus dem Stand bescherte das Spiel mit Schläger und Kugel Katharina Windfeder vom HTC Uhlenhorst magische Momente mit dem Zauber eines unverhofften Wintermärchens.

„Das sind Highlights, die ich in meinem ganzen Leben nicht vergessen werde“, blickt die 22-Jährige auf bewegte Wochen in den ersten beiden Monaten des vergangenen Jahres zurück. Ihr strahlendes Lächeln verrät dabei pure Freude und berechtigten Stolz. Natürlich! An der Seite ihrer Mitspielerinnen ist das Uhlenhorster Urgestein so richtig durchgestartet. Katharinas Märchen unter dem Hallendach begann am letzten Januar-Wochenende, als sich das junge Mülheimer Team von Trainer Hanns-Peter Windfeder im DM-Viertelfinale beim favorisierten Berliner HC locker durchsetzte und sich mit dem Ticket für das Final Four belohnte. „Das war schon eine Riesenüberraschung, dass wir uns als Außenseiter gegen eine so erfahrene Mannschaft durchgesetzt haben“, so Katharina Windfeder, die Seite an Seite mit den Kolleginnen bundesweit für Aufsehen und Anerkennung sorgte.

Über Berlin nach Berlin

Über Berlin ging es also wieder nach Berlin - und zum nächsten aufsehenerregenden Paukenschlag in der Metropole. „Wir werden alles geben und dann sehen, was noch geht“, schaute die Mülheimern damals auf das Halbfinale gegen den Harvestehuder HTC aus Hamburg und auf den nächsten Favoriten. Und was da ging, als „Katha“ und Co. abermals an der Spree abhoben! Dinah Grotes finaler Siebenmeter markierte den Schuss ins Finale und damit ins Glück. „Auf der Tribüne haben wir uns ein Bierchen genehmigt, Bundestrainer Jamilon Mülders fand das nach eigener Aussage sehr sympathisch“, erinnert sich Katharina Windfeder. Den guten Mann sollte sie alsbald auf dem internationalen Parkett wiedersehen.

Im Berliner Finale gegen den ebenfalls favorisierten Westnachbarn Düsseldorfer HC endete der Uhlenhorster Höhenflug. Ein paar Tränen flossen, dann ging es mit kollektivem Stolz zur Party über. Und auch der Silberschmuck stand den Damen ungemein gut. „Dass sie gewonnen haben, ging voll in Ordnung“, gibt es auch Monate später keine Spur von Gram.

Riesensause im Clubhaus

Der HTCU-Tross nahm umgehend Kurs auf die Heimat zur Riesensause im Clubhaus, für die 22-Jährige ging es in die andere Richtung. In Leipzig wartete besagter Jamilon Mülders, um seine Schützlinge herzlich in Empfang zu nehmen. Katharina Windfeders Wintermärchen bekam nun die internationale Note. Nie zuvor hatte sie irgendein Trikot mit dem Bundesadler getragen, nun war sie als Belohnung für starke Leistungen zur Nationalspielerin aufgestiegen. „Co-Trainer André Henning hat mich im Vorfeld angerufen und mich gefragt, ob ich das machen will. Natürlich, ich habe mich total gefreut, weil ich ganz viel Bock auf die WM hatte“, sagt die Modemanagement-Studentin, die derzeit ihre Bachelorarbeit schreibt.

Die globale Meisterlese wuchs zum atemberaubenden Rundumerlebnis. Das erste Länderspieltor im Gruppenspiel gegen die Ukraine, schließlich das so unglücklich im Shootout verlorene Finale gegen den Dauerrivalen Niederlande. Und jede Menge Eindrücke mit großer Strahlkraft: „4000 Zuschauer bildeten eine faszinierende Kulisse und sorgten für eine unglaubliche Stimmung. Dann die Kinder, die Autogramme wollten, dabei kannten sie mich doch gar nicht. Ich war ergriffen und werde es niemals vergessen“, so die Schwester des auf dem Weg nach Rio de Janeiro befindlichen Nationalspielers Lukas Windfeder.

Aber auch der Weg von Katharina Windfeder geht weiter. Vom 22. bis 24. Februar spielt sie bei der Hallen-EM in Minsk. Und hofft im kalten Weißrussland auf das nächste Wintermärchen.

Gerd Böttner

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