Kämmerer will Kredit in Franken halten

Kämmerer Uwe Bonan lehnt den Antrag der Mülheimer Bürgerinitiativen (MBI), zum nächstmöglichen Zeitpunkt die Kredite mit Schweizer Franken zurückzuzahlen, ab und plädiert für eine weitere Verlängerung des Kredites, zumal der angebotene Zinssatz besser als auf dem deutschen Markt ist. Am 12. Juni läuft ein Vertrag über 38,8 Millionen Schweizer Franken aus. Durch die günstigeren Zinsen in der Schweiz konnte die Stadt zahlungswirksame Ersparnisse von bisher rund 2,2 Millionen Euro erzielen.

Die von der MBI beantragte Rückzahlung würde für die am 12. Juni fälligen Kredite je nach aktuellem Wechselkurs der Stadt zahlungswirksame Verluste in Höhe von bis zu 5,3 Millionen Euro bescheren, rechnet Bonan vor. Er plädiert dafür, den Wechselkurs des Franken weiter zu beobachten und einen günstigeren Zeitpunkt zum Ausstieg anzuvisieren. Aus Sicht der MBI ist die weitere Entwicklung des Wechselkurses viel unsicherer als bisher. „Angesichts des hohen Risikos bei der mangelnden Stabilität des Euro erscheint das Verlustrisiko wahrscheinlicher denn je.“