Kämmerer: Geld für neues Bad fehlt

Der Investitionshaushalt der Stadt enthält keinen zusätzlichen Spielraum, so dass der Neubau eines Schwimmbades nicht darstellbar ist. „Hierzu müsste auf andere veranschlagte Maßnahmen wie die Sanierung des Kunstmuseums, verzichtet werden“, erklärt Kämmerer Uwe Bonan zur aktuellen Debatte um das Wennmann-Bad in Heißen. Dort müssen rund zehn Millionen in den nächsten Jahren zur Sanierung investiert werden. CDU, SPD und FDP fordern alternativ ein Konzept für einen Neubau.

Auch das aktuell in der Gesetzgebung befindliche Investitionspaket des Bundes sei kein „Königsweg“, sagt Bonan. „Derzeit ist völlig offen, wie viel Geld Mülheim überhaupt erhält. Vor dem Hintergrund des riesigen Investitionsstaus haben wir genug Maßnahmen in der Planung, die mit den Bundeshilfen finanziert werden könnten.“ Der Kämmerer nennt die VHS sowie weitere Schulen und Turnhallen, Straßen und Brücken. „Eine Priorisierung wird daher auch weiterhin erforderlich sein.“

Für eine Neubauplanung wäre aus Sicht des Kämmerers zudem zunächst eine Machbarkeitsstudie erforderlich. Dies koste Zeit und Geld, etwa 100 000 Euro. Geld, das die Stadt nicht habe. „Es wäre alternativ in einem ersten Schritt möglich, eine eigene Kostenschätzung – auf Basis vergleichbarer Objekte aus anderen Städten – vorzunehmen.