Free Fighting
K.o. im Behördenkäfig - kein Kampf in Mülheim
05.08.2009 | 08:18 Uhr 2009-08-05T08:18:00+0200
Mülheim. Das Schlagen, Boxen, Treten gegen Kopf und Körper, ausgetragen in einem Käfig, sollte am kommenden Samstag in der Kampfsportschule an der Duisburger Straße über die Bühne gehen, nachdem der Veranstalter in anderen Städten abgeblitzt war.
In Mülheim war die Begeisterung über mögliche blutende Nasen auch nicht gerade groß, obwohl der Veranstalter, die Free Fight Assosiation, stets versicherte, dass es sich hier zwar um einen Kampf-Mix – auch von Kampfkunst ist die Rede – handele, aber dass es auch ein festes Regelwerk gebe. Und das Publikum sei durchweg seriös, keine Chaoten. Etwa 300 Zuschauer wurden in Mülheim erwartet.
Mit der Kampfsportschule sah sich der Ausrichter auf sicherem Boden. Wenn nicht dort, wo sonst? Mit dem härtesten Kampf hatte er jedoch nicht gerechnet: Der deutsche Behördenkäfig kennt mehr Haken als jeder Fighter. Nach einem Ortstermin, der nach Auskunft der Stadtverwaltung sehr sachlich verlief, steht fest: Gegen die Veranstaltung im Käfig kann die Stadt nichts sagen: Free Fighting müsse mit einem Boxkampf gleichgesetzt werden, es gebe einen Kampfrichter, einen Ringarzt. Die Kämpfer sind alle volljährig, die Zuschauer müssen es auch sein. „Ordnungsrechtlich ist das alles in Ordnung”, so Stadtsprecher Volker Wiebels. Aber!
Die Kampfsportschule befindet sich in einem Gebäude, das zuvor als Lebensmittelladen genutzt wurde. Heute Brötchen, morgens Boxkampf – das geht nicht. Wer dort Kämpfe und sportliche Aktionen durchführen will, benötigt einen genehmigten Umnutzungsantrag. Den gibt's nicht, kann aber gestellt werden, muss dann bearbeitet werden, dauert etwa vier Wochen. Zu spät für die Meisterschaft in Mülheim. So blieb dem Ausrichter keine andere Wahl: Er warf das Handtuch.

13:33
@Dir Runkel
freut mich wirklich sehr, dass Sie sich die Mühe gemacht haben und mein Synonym recherchiert haben.
Und auch dass meinen Beitrag zum Gähnen fanden. So hat er seinen Zweck erfüllt:
Beim Schlafen sind die meisten Menschen friedlich.
Das mit dem Königssaal nehme ich Ihnen allerdings übel ;-)
peace,
Geronimo
11:43
@Gokhlayeh interessante Namenswahl
Der Mann, der als Geronimo, spanische Form des Namens Hieronymus, bekannt wurde, hieß eigentlich Gokhlayeh „einer, der gähnt“. Diesen Namen wählte sein Vater, da der Junge immer sehr müde war und oft gähnte.
Das mit dem Gähnen passierte mir auch beim lesen Ihres Kommentares - geister Limes ich schrei mich weg. Viel Spass beim nächsten Treffen im Ihrem Königssaal
21:10
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19:40
trottel ohne hintergrundwissen sind ein trauriges abbild unserer politiker.
13:37
Jau, lieber gegen den Kopp treten statt unter die Gürtellinie, wa Alta?
Ohne worte...
13:05
Danke Lichtbringer das wir mit solchen Fachleuten wie mit Dir diskutieren dürfen !
Kaum zu glauben ! Wenn es Dir nicht passt.....Du musst es nicht sehen und schon gar nicht betreiben !
Also.....einen schönen Tag noch !
00:49
Jau, lieber gegen den Kopp treten statt unter die Gürtellinie, wa Alta?
00:27
@Gokhlayeh
viele worte, wenig inhalt...
nicht viel besser als die unsachlichen beleidigungen vorher...
ich würde es begrüßen wenn endlich mal sachliche argumente zur diskussion gebracht werden würden....
alles andere sind die angriffe hilfloser zeitgenossen die mangels sinniger argumentationen lieber unter die gürtellinie schlagen.... schade eigentlich
23:16
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23:06
Hilfe, was wird hier in diesen postings der Verstand negiert!
Zugegeben sind die hier veröffentlichen Meinungen gegen diesen Sport wirklich
nicht mir vielen Argumenten bestückt, aber was sich da die Befürworter-Fraktion
leistet und dies dann auch noch als intelligent und tolerant bezeichnet ist einfach nur noch
zum Kopfschütteln oder rofln.
Vielleicht sollten sich diese Denker mal intensiver mit der Tora, der Bibel und den Koran beschäftigen, bevor hier solche Vergleiche mit Iran oder Inquisition gemacht werden.
Dann würden sie sich vielleicht auch mal fragen,, ob sie mit ihren ständigen Ruf nach persönlicher Freiheit nicht einer Zeitungsente aufgesetzt sind. Und das diese falsch verstandene Freiheit des anders Denkenden in keiner Weise ausreicht um ein intra- und interspezifisches Zusammenleben zu ermöglichen. Vielleicht werden sie irgendwann mal erahnen, dass das Free und die angebliche Freiwilligkeit, niemals wörtlich zu nehmen sind, sondern äußert dialektische Begriffe darstellen.
Den geistigen Limes den die Befürworter hier schon kurz vor dem Brett vorm Kopf aufgebaut haben, kann mensch ja schon daran sehen, dass sie jeden Gegner unterstellen sich Kämpfe eines völlig unwichtigen und unbedeutenden Klitschkos ansehen. Wie kommen sie gerade auf diese Person, wahrscheinlich, weil sie jener eine angebliche (aber doch eher sehr fragliche) Intelligenz unterstellen?.
Äußerst treffend ist auch der Kommentar von MaryFloh. Der Beitrag zeigt ja auf eindrucksvoller Art und Weise wie liebevoll und zärtlich mensch heute mit seinen Mitmenschen umgeht. Und das der Free Fight deshalb ein weiterer Beitrag für die Zärtlichkeit der Menschen sein wird.
Folgende Vorstellung ist ihnen anscheinend unmöglich oder zu wider:
Das mensch sich nicht mit Anderen messen muss, um eine Erhöhung zu erfahren.
Das nicht jeder Mensch Gewalt konsumieren muss. Das Gewalt bereits durch Worte und Gestik übertragen werden kann. Und das man nur Glaubhaft gegen Kriege zu Felde ziehen kann, wenn mensch auch die tägliche Gewalt, sei es aus Spaß oder Verzweiflung, sei es aus Rache (siehe Beitrag von MaryFloh) oder Züchtigung, abschwört.
In diesem Sinne verabschiede ich mich aus dieser Diskussion, in welcher jede Seite ihre dürftigen Argumente auf die Andere nieder-regnen lässt und danach in den Beton-Bunker abtaucht, um ja keine geistige Befruchtung zu erfahren.
Wer mit dem Feinde spricht ist bekanntlich ein Verräter.