Jugendgewalt ein Ausländerproblem?
22.09.2008 | 19:15 Uhr 2008-09-22T19:15:00+0200„Wir haben zu viele junge kriminelle Ausländer!“ – Mit dieser Aussage hat Hessens Ministerpräsident Roland Koch Anfang des Jahres eine kontroverse Diskussion entfacht. Die Katholische Akademie "Die Wolfsburg" veranstaltet zu dem Thema im Oktober eine Tagung.
Sind es vor allem Türken oder Libanesen und damit muslimische Jugendliche, die Stadtteile unsicher machen? Sind Straftaten in diesem Bereich auf ein Versagen der deutschen Integrationspolitik zurückzuführen? Oder ist der soziale Hintergrund der entscheidende Faktor in kriminellen bzw. Gewaltkarrieren Jugendlicher? Begegnet man Jugendgewalt und –kriminalität am besten mit härteren Strafen? Welche Konzepte gibt es auf dem Hintergrund des christlichen Menschenbildes? Welche Erfahrungen machen kirchlichen Einrichtungen? Wo sind Politik und Gesellschaft zum Handeln aufgerufen?
Diesen Fragen geht eine Fachtagung zum Thema „Ist Jugendgewalt ein Ausländerproblem? Fakten, Analysen, Handlungsansätze“ nach, zu dem der „Arbeitskreis Integration im Bistum Essen“, das Bischöfliche Jugendamt und die Katholische Akademie "Die Wolfsburg" für Donnerstag, 23. Oktober, 9 bis 17 Uhr, in die „Wolfsburg“ , Falkenweg 6, einladen.
Zu den Referenten und Mitwirkenden gehören: Weihbischof Franz Vorrath, Essen; Dr. Theresia Höynck, stellvertretende wissenschaftliche Direktorin des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen; Thomas Becker, Katholische Sozialethische Arbeitsstelle, Hamm; Prof. Dr. Josef Freise, Katholische Fachhochschule NRW, Köln; Hans Scholten, Direktor des Jugendhilfezentrums Raphaelshaus, Dormagen; Bruder Anno Müller, Leiter des Jugendtreffs der Amigonianer, Gelsenkirchen; Uwe Schumacher und Martin Kielbassa, Ermittlungsgruppe Jugend der Polizei Essen; Meltem Yavuz, Abteilung für Jugend- und Mädchenarbeit der DITIB, Köln; Professor Dr. Klaus Schäfer, Leiter der Abteilung Kinder und Jugend im Ministerium für Generationen, Familien, Frauen und Integration, Düsseldorf.
Anmeldung bei der Katholischen Akademie „Die Wolfsburg“, Tel. 0208/ 999 19 981 (Mo – Do, 9 – 12:30 Uhr und 13 – 16 Uhr sowie freitags 9 – 14 Uhr), Fax 0208 / 999 19 110, E-Mail die.wolfsburg@bistum-essen.de
