Integration ist Sache der gesamten Gesellschaft
08.10.2009 | 18:26 Uhr 2009-10-08T18:26:00+0200Diskussion über politische Teilhabe und Integration in der VHS. Es gilt: Zuwanderer müssen sich öffnen.
Dass Zugewanderte ein Recht auf Mitsprache haben, darin waren sich alle anwesenden Politiker bei einer Podiumsdiskussion in der VHS zum Thema „politische Teilhabe” einig. Doch nicht nur auf die Öffnung der Parteien komme es an, hieß es, sondern ebenso auf eine Öffnung seitens der Zuwanderer. Enver Sen, Vorsitzender des Integrationsrates, hatte Vertreter der Parteien zur Diskussion geladen.
„Deutschland ist ein Einwanderungsland. Integration ist unsere Zukunft”, meint Ingrid Tews, Sprecherin des Kreisverbandes der Grünen. Eine Zusammenarbeit mit Immigranten und deren politische Teilhabe sei daher unabdingbar. „Der Integrationsrat ist ein kleiner Schritt in Richtung der Partizipation”, meint auch Achim Fänger von den Linken.
„Es geht nicht nur um die Frage, wie man Migranten politisch vertreten kann, sondern darum, inwieweit man sie dazu anregen kann, sich politisch zu beteiligen”, bestätigt Lothar Reinhard, Fraktionsvorsitzender der MBI. „Leider denken die meisten Menschen, sie könnten ohnehin nichts erreichen; die da oben würden ja alles alleine bestimmen”, fügt er hinzu, „und diese Grundeinstellung muss man knacken. Jeder kann mitsprechen. Man muss den Leuten klar machen: Auch du kannst etwas erreichen.”
Dass Integration in Deutschland bisher problematisch war, findet auch Justin Fonkeu Nkwadi. Der gebürtige Kameruner lebt seit knapp neun Jahren in Mülheim und kennt die Probleme von Zuwanderern. „Es ist schwierig”, meint er. Denn bis jetzt kümmere man sich nur um die Integration von Kindern. Er selbst sei mit einem Diplom von Kamerun nach Deutschland gekommen, habe die deutsche Sprache gelernt und studiere nun Politik in Duisburg, um sich so endlich zu integrieren. Wie die Politiker zukünftig die Integration von Erwachsenen und Eltern erleichtern – das wollte er wissen.
Politische Zusammenarbeit, Partizipation und gegenseitige Toleranz – so lautete die Antwort der Anwesenden. Politiker und Migranten müssten in Zukunft gleichermaßen auf-einander zugehen, gemeinsam die richtige Balance finden. „Die Toleranz anderer Kulturen darf weder verloren gehen noch dürfen wir uns unterordnen lassen von Menschen, die ihrerseits gar keine Toleranz wollen”, so Reinhardt. Fest stehe aber auch, dass gegenseitige Toleranz nicht nur Sache der Politik, sondern der gesamten Gesellschaft sei.

16:21
Aus intellektueller und moralischer Faulheit steckt die deutsche Linke seit Jahrzehnten bei diesem Thema den Kopf in der Sand. Ein Großteil der Migranten integriert sich hier seit Jahren und Jahrzehnten völlig problemlos und weitgehend unbemerkt von der Öffentlichkeit. Darunter sind die meisten Polen, Russen, Slowenen, Italiener, Iraner und Asiaten aus vielen Ländern.
Aber eine gute Hälfte der Türken und etwa zwei Drittel der Araber machen hier z.T. seit mehreren Generationen keinerlei Fortschritte. Und das liegt nicht an der aufnehmenden deutschen Gesellschaft, sondern an diesen Gruppen selbst.
Es hat keinen Sinn, aus falsch verstandener political correctness vor diesem Problem die Augen zu verschießen.
13:29
Nicht Integration! Inklusion ist wirkungsvoller...
Dann werden auch die ausländischen Mitbürger mit Behinderungen besser in der Gesellschaft angenommen und können etwas erreichen.
13:02
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13:01
@1, den Denker:
Das Thema scheint Ihnen ja sehr am Herzen zu liegen! Was tun Sie denn so ganz praktisch dafür, dass ich was in die von Ihnen gewünschte Richtung bewegt? Muss ja nichts Großeses sein - Unterhalten Sie sich z.B. mit den nicht-deutschsprachigen Eltern auf dem Spielplatz? Oder halten Sie mit Ihren Kindern mutig die 10% Quote in den genannten Schulklassen aufrecht? Entsprechende Fakten könnten jedenfalls Ihre oben genannten Gedanken zur Integration glaubhaft untermauern! Wie hieß es noch in der überarbeiteten Wahlwerbung: Deutschland kann mehr als flotte Sprüche! ?
08:36
Die Toleranz anderer Kulturen darf weder verloren gehen noch dürfen wir uns unterordnen lassen von Menschen, die ihrerseits gar keine Toleranz wollen
Der Gang durch die Stadt, lässt kaum Deutsche Töne hören, Rusisch,Türkisch, Arabisch usw.Wo ist da die Toleranz der Migranten, das Land allein erst mal über die Sprache anzuerkennen in dem sie wohnen und arbeiten?
Auf Spielplätze reden die Eltern mit ihren Kindern in der Muttersprache ihres Landes, die Eltern sind hier Verantwortungslos. Hier lebt mittlerweile die dritte und vierte Generation von Migranten und statt sich intergrieren zu wollten schotten sie sich in eigenen Straßenzügen oder Stadtteilen ab.
Und wer ist hier überhaupt der Migrant ? Kindergartengruppen und Schulklassen mit einem Anteil von 90 % Ausländern ?