Innenstadt-Management soll Anlieger an Fördertöpfe bringen

Ein Wandel zu mehr Qualität, – bei Wohnen, Aufenthalt oder Einkauf – ist nur langsam umzusetzen und hängt von vielen Faktoren ab. Etwa den gesellschaftlichen und demografischen Entwicklungen sowie dem veränderten Kaufverhalten der Verbraucher, wissen alle Beteiligten.„Öffentliche Investitionen alleine helfen nicht“, sagt Jürgen Schnitzmeier. „Es ist ein Zehn-Jahres-Programm, das in der Gesamtentwicklung betrachtet werden muss.“ Weiterhin sei also eine Durststrecke zu überwinden, bis es wieder bergauf gehe. Erst wenn die Arbeiten rund um Rathausmarkt, Kaufhof sowie Ruhrpromenade abgeschlossen sind und die Studenten der HRW ihr neues Gebäude bezogen haben, könne mit einer Belebung und entsprechender Gewerbe-Ansiedlung gerechnet werden, ist der Wirtschaftsförderer überzeugt.

Damit alle Akteure aus Verwaltung, Händler- und Bürgerschaft an einem Strang ziehen, legte die Stadt bereits 2012 das Integrierte Innenstadtkonzept auf. In zwei Schritten (Analyse und Maßnahmen) wurde ein Programm entwickelt, dass die City nach vorne bringen soll. Eine der festgelegten Maßnahmen wird in 2015 verwirklicht: Das Innenstadt-Management, vom Land zunächst auf vier Jahre gefördert, wird voraussichtlich im Herbst seine Arbeit aufnehmen, kündigt Peter Vermeulen an. Dieses soll etwa Immobilien-Eigentümer und Bürger beraten. Aufgabe wird z.B. sein, Eigentümern Vorschläge zu unterbreiten, wie sich Fassaden kostengünstig aufhübschen lassen und welche Fördermöglichkeiten es dafür gibt. Weitere Förderprogramme aus dem Integrierten Innenstadtkonzept will das Bau- und Planungsdezernat in den kommenden Jahren einwerben.

Im Planungsamt steht für das Jahr 2015 vor allem die Planung des Rathausmarktes und des Radwegs „Rheinische Bahn“ auf dem Programm. Für die Umgestaltung des Rathausmarktes schließen seine Mitarbeiter Ende Februar die Planungen ab, so dass anschließend ausgeschrieben wird. „Ab September kann der Umbau dann starten.“