Ingo Appelt in der Stadthalle
14.02.2010 | 19:00 Uhr 2010-02-14T19:00:00+0100
Ingo Appelt trat am Samstagabend in der Mülheimer Stadthalle auf. Alles wie erwartet, zotige Witze, politisch unkorrekte Sprüche und ein begeistertes Publikum.
Es war ein Abend, der Menschen mit zu ausgeprägter Vorstellungsgabe auf den Magen hätte schlagen können. Das selbst ernannte Sexsymbol der Nation, Ingo Appelt, zeigte sich am Samstag in der Stadthalle in Bestform und wurde seinem Ruf als Provokations- und Imitationstalent gerecht. Dass dabei nicht nur einige Sprüche unter die Gürtellinie zielen, gehört zu einem Appelt-Auftritt einfach dazu.
Das Motto der Show war einfach: Glotze anschalten und das Abendprogramm schön von den Nachrichten bis zum Mitternachtsporno durchlaufen lassen. Eigentlich für Männlein und Weiblein zur „Besserungsveranstaltung“ mit dem Titel „Männer muss man schlagen“ gedacht, umfasste das Themenfeld den alltäglichen Klatsch und Tratsch der Menschheit: Appelt philosophierte über gelangweilte Männer, die Steine von Autobahnbrücken schmeißen; über Bombenattentäter, die bei „Was bin ich?“ auftreten und alte „Grabflüchter, die trotz ausufernder Rentenbeiträge immer noch nicht den Löffel abgeben wollen“.
Nach einigen Abstechern in Religion und Politik, in denen etwa „Angie“ ihr Gesicht als „biologische Waffe“ bezeichnet hören musste, kam Appelt endlich zu seinem Lieblingsthema – seinen unvermeidlichen Vergleichen zwischen Mann und Frau.
Auch dabei lotete er, wie üblich, die Grenzen des guten Geschmacks aus, etwa wenn es um „Intimpilz“ ging, den Paare immer „gemeinsam“ bekämen. Unangefochten in seiner eigenen Art, stark an der Grenze eines Mario Barth: Kleiderschrankgeschichten, Figurprobleme, Emanzipations-Getue. Mögen auch viele der Pointen vorhersehbar sein, das Publikum war dennoch begeistert.
Der bunte Fernsehabend ließ keinen Wunsch unerfüllt. Dabei imitierte Appelt auch seine komödiantischen Nebenbuhler – Johann König, Paul Panzer, Helge Schneider oder Dieter Nuhr. Hochachtungsvoll wurde wild drauf los „gemobbt“. Vor allem die Bewegungsanfälle des sonst eher ruhigen und gelassenen Appelts freuten, dank Parodien auf Mittermeier und Barth, das Publikum.
Zum Abschluss der Show wurde es schließlich musikalisch. Nun nahm sich der Comedian Show-Größen wie Grönemeyer, Lindenberg oder und Xavier Naidoo vor und setzte sich sogar selbst ans Klavier. „Drei Engel für Angie“ hieß die Abschlussnummer, ein Medley, mit Udo, Herbert und Marius Müller-Westernhagen oder wie Appelt es schließlich nannte: „Ein schönes Ende mit Discoarsch“.

14:49
Wenn der Ruhrpottler nicht seine übliche Kapitalistenhetze bekommt ist der sozialistisch angehauchte WAZ-Redakteur gehalten, seine ähnlich tickende Leserschaft entsprechend zu informieren.
14:45
#1 Ich würde auf Absicht tippen ...
Ansonsten finde ich es unangemessen, einen intelligenten Menschen wie Dieter Nuhr als komödiantischen Nebenbuhler von Appelt zu bezeichnen.
Der ist soweit von Nuhr entfernt wie ein Kreisklassenspieler von Pele.
14:34
#1 das nächste geschenk für sie ist sicherlich ein spiegel
14:33
#2 spricht mir aus der seele
13:16
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13:11
Und ich und meine Partnerin bestätigt alle meine Vorurteile Menschen wie Ihnen gegenüber, die sich offenbar für die Crème der Gesellschaft halten. Appelt ist auch nicht mein Geschmack, aber wer sind Sie, daß Sie über das Niveau der anderen Gäste urteilen dürften?
Ich halte das Geschenk für Absicht, um Ihnen zu zeigen, wofür man Sie wirklich hält.
11:47
Jemand hatte mir die Karten für Ingo Appelt geschenkt.
Obwohl ich Info Appelt nicht besonders gut finde, bin ich dann in Stadthalle gegangen und hab versucht den Abend zu genießen.
Leider war mir das nicht möglich. Ingo Appelt unterbietet das Niveau von Mario Barth spielend und ergeht sich in endlosen Zoten,Gegrunze und Geschreie.
Das Publikum fand es wohl gut, aber wie man auch sehr schön am Publikum sehen konnte, hatte sich doch das geistige Präkariat der Umgebung eingefunden. Einige Damen und Herren im Jogging-Anzug bestätigten alle Vorurteile.
Ich fand es derartig unangenehme, dass ich und meine Partnerin diese Veranstaltung in der Pause verlassen haben.
Ich überlege jetzt immer noch warum man mir ausgerechnet Karten für diese Veranstaltung geschenkt hat. War es Unwissen oder Absicht.