In Mülheimer Schulen müssen die Eltern putzen
02.10.2012 | 17:02 Uhr 2012-10-02T17:02:00+0200
Mülheim. Obwohl Mülheimer Schulen regelmäßig von professionellen Reinigungskräften geputzt werden, reicht das Putzkontingent nicht aus, damit die Schulen wirklich sauber sind. Eltern treffen sich deswegen regelmäßig und greifen selbst zum Lappen.
Wie sauber sind die Schulen ? Eine tägliche Reinigung, dazu einmal im Jahr eine Grundreinigung – hört sich gut an. Doch die Realität vor Ort sieht nicht so glanzvoll aus. Für Martina Winkelmann, Leiterin der Grundschule an der Trooststraße, reicht das Putzkontingent nicht aus, um eine saubere Schule zu haben.
Eine einzige Reinigungskraft und die Hausmeisterin müssen an die zwei Schulgebäude und die Toilettenanlagen sauber halten, in der zur Verfügung stehenden Zeit ist das kaum zu schaffen. So greifen an der Trooststraße immer wieder Eltern in ihrer Freizeit zum Putzlappen, und nicht nur dort.
"Den Reinigungskräften kann man keinen Vorwurf machen"
„Es kommt regelmäßig vor, dass Eltern sich treffen und in den Klassen die Regale mal leer räumen und jedes Teil säubern“, berichtet die Schulleiterin und ist froh über dieses Engagement, zumal gerade Grundschulen wegen der individuellen Förderung der Kinder über immer mehr Lehr- und Lernmaterialien verfügten.
Rita Theelke, Lehrerin an der Klostermarkt-Schule in Saarn, kennt die Probleme ebenfalls und weiß: „Das ist ein Thema auf Elternversammlungen geworden.“ Zweieinhalb Mal in der Woche wird an der Klostermarkt-Schule nass gewischt, täglich gefegt, einmal im Jahr erfolgt die Grundreinigung aller Flächen, die Böden werden dabei versiegelt. „Das ist nicht ausreichend und unbefriedigend“, kritisiert Rita Theelke, die auch Sprecherin der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft ist. Ihr Wunsch: Die Schulen müssten mehr Reinigungszeiten erhalten. „Man kann den Reinigungskräften keinen Vorwurf machen.“
Früher war es sauberer
Nach jeder Pause brächten gerade Grundschüler Dreck mit in die Räume, Essensreste würden schon von Lehrern zwischendurch weggewischt. Auch an der Klostermarktschule machten Eltern hin und wieder mal mit sauber. „Es geht hier auch um Feinstaub und um den Gesundheitsschutz der Kinder“, betont Rita Theelke und sieht in der Reinigung der Klassen, der Fachräume und der Turnhallen mehr als nur Kosmetik im Alltag. Die jährliche Grundreinigung, die oft in den Herbstferien erfolgt, ist aus Sicht der GEW-Sprecherin keine Lösung der Probleme, zumal diese nur dann umfangreich erfolge, wenn alle Fläche vorher freigeräumt würden.
War es früher besser? Eindeutig ja, heißt es. Die Schulen seien sauberer gewesen. Auch Martina Winkelmann fände es nur richtig, wenn es pro Tag ein paar Stunden mehr Zeit für die Reinigung gäbe, weil sich eben auch die Nutzung von Schulen geändert habe. Die Stadt betont dagegen: Gespart wurde bei der Reinigung in Schulen nicht.
Schulen werden intensiver genutzt als früher
An der Reinigung der Schulen sei nicht gespart worden, erklärte Frank Buchwald, Leiter des städtischen Immobilien-Service. „Wir haben heute die gleiche Putz-Häufigkeit in Schulen wie vor Jahren.“ In der Regel werde täglich gefegt und drei Mal in der Woche nass gewischt.
Allerdings, so Buchwald, könnte durchaus der Eindruck entstehen, dass Schulen unsauberer seien als früher. Dies sei jedoch durch das System bedingt. Viele Schulen würden durch den Ausbau der Ganztagsangebote viel intensiver genutzt als bisher. „Es sind dadurch auch mehr Menschen in der Schule.“ Der Reinigungsdienst komme in manchen Schulen durch die Nachmittagsangebote auch erst gegen 16, 17 Uhr in die Räume.
70 Prozent der Reinigungsleistung erfolgt durch städtische Kräfte, 30 Prozent wird über Fremdfirmen eingekauft. Ob das so bleibt, wird derzeit getestet und mit dem Personalrat diskutiert. „Wir erproben auch neue Reinigungsverfahren“, sagt Buchwald. Ziel sei die Optimierung der Reinigung und mehr Sauberkeit.
13:24
Reden sie einmal mit den Reinigungskräften in der Schule. Diese sollen z. B. den Tisch um die Stühle herum putzen, da dies schneller ginge!
Es sind die Firmen und damit natürlich auch die Städte, die wörtlich alles "besser und natürlich effizienter" Wissen. So kann ich auch nicht vernünftig putzen!
Hauptsache wir können die Prestigeprojekte weiterhin bezahlen und diese dann vernünftig putzen?????
19:50
Dann wartet mal ab, wie es zukünftig auch in den Mülheimer Schwimmbädern aussieht, wenn die Vereine selbige übernehmen.
10:16
Der Städtische Immobilien-Service ist sicherlich eine Kommunale GmbH.
Davon gibt es in Mühlheim über 200.
Wichtig ist. die Nebeneinnahmen der Kommunalen Politiker zu sichern.
(Aufsichtsrat posten)
10:02
und trotzdem dürfen Millionen nicht arbeiten nur weil es Leute gibt die behaupten vom Staat verteilte Arbeit ist menschenunwürdig. Insbesondere dann wenn dort Tariflöhne gezahlt werden sollen und nicht wie in der Privatwirtschaft Dumpinglöhne.
09:08
Zunächst einmal müssen die Eltern nicht putzen, sie tun es freiwillig. Das ist einerseits gut, andererseit aber wohl legalisierte Schwarzareit. Es kann doch nicht sei, daß die Eltern das tun, was die Renigungskräfte nicht machen, weil sie zu wenig Zeit haben.Statt Geld für einen Unsinn wie des Yachthafen zu verschwenden, sollte sich die Stadt um Instandhaltung und Reinigung von Schulen kümmern, oder auch mal einen Sportplatz sanieren, der seit über 43 Wochen nicht mehr genutzt werden kann. Diese Aufzähung ließe sich noch beliebig verlängern....
Genau so sehe ich das auch!
23:13
Da sind die Eltern selber schuld.
Immer diese pauschalen Urteile?
19:36
... unsere Steuergelder gehen nach Brüssel, Griechenland (damit man da weiterhin mit 50 in Rente gehen kann), Spanien (damit da der FC Barcelona und Real Madrid keine Steuern zahlen müssen und auch bloss keine der Pleitebanken Pleite gehen muss), Portugal etc.
Für ne Putzfrau hier bei uns ist dann natürlich kein Geld mehr da.. die Putzfrau ist arbeitslos und bekommt Hartz4.... was in diesem Land mittlerweile abgeht kot..t mich nur noch an.... und das bei den Steuern die ich als gut verdienender Single zahle (+ Spritsteuer, MwSt., Steuer auf Zinsen usw....)
das ist Unsinn.
Laden Sie sich den Haushalt runter. Natürlich werden Sie auch da nicht wirklich herausfinden, was mit unseren Steuern passiert, aber eines ist sicher: Europa ist nicht unser Problem. Geld verbrennen geht auch hier ganz wunderbar, da brauchen wir keine Griechen oder Spanier für.
...............da brauchen wir keine Griechen oder Spanier für.....................
Aber die helfen fleissig mit und die dummen Michels arbeiten für die mit, damit sie sich die Sonne auf den Hintern scheinen lassen können.
da können die Mensche ja nix für ;)
Ich sehe das als Europäer. Frieden ist mehr Wert.
18:21
die Jugend von heute ist seit Jahrtausenden der Untergang der Zivilisation, und erstaunlicherweise lagen alle die das sagten falsch.
SIe als H4 Experte werden dann sicherlich auch sagen können wo die Ersparnis liegt, wenn man die städtische Putzfrau aus Kostengründen kündigt und die sich anschließend in der Arbeitsagentur das gleiche Geld als Stütze holt ?
muss man im Gesamten sehen. Man muss halt kreativ werden. Denn die gute Putzfrau putz natürlich weiter. Nur unter anderem Namen, also bei einer (womöglich stadteigenen) Firma. Da es Stütze gibt wird die Stadt zum Lohndumper. Hausgemachte Niedriglöhner. Am Ende zahlt es immer noch die Stadt, aber in der Summe insgesamt weniger. Alleine die Sozialabgaben, die eingespart werden. Plus die Verpflichtungen, die ein "normales" Arbeitsverhältnis so mit sich bringt.
Auch Geschäftsführer, Prokuristen und Geschäftsstellenleiter wollen schließlich bestens bezahlt werden. Da muss der Arbeitbehmer auch mal Abstriche machen. Sparen á la Politiker.
diesem nachvollziehbaren Lohndumping der kommunalen Ebene kann man nur begegnen, wenn 1 € Jobber und 400 € Jobs abgeschafft werden und gleichzeitig jeder das Recht hat in einem Teilzeitjob zu Tariflöhnen sein Lebensminimum zu erarbeiten. Dann kann man h4 guten Gewissens für alle Arbeitsfähigen ersatzlos streichen.
17:52
Was soll´s, erst räumen und putzen die Eltern, dann RTL und KABEL – nur „Deutschlands Zukunft“ lernt es nicht – auch nicht die Achtung vor der Arbeit einer Reinigungskraft.
15:00
hier übernehmen:
früher haben sich die meisten von uns nicht getraut, einfach Müll auf den Boden fallen zu lassen. HEUTE sagt ein Fünftklässler am Gymnasium zum aufsichtsführenden Lehrer, der ihn ermahnt, Dinge wie: "Das hebe ich nicht auf. Da kommt doch gleich die Putzfrau."
Was soll der Lehrer tun? Die Eltern, die das Kind so erzogen haben, einbeziehen? Vergebene Liebesmüh.