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Leitbildentwicklung

In Mülheim-Speldorf fehlt eine Begegnugsstätte

05.09.2012 | 09:00 Uhr
In Mülheim-Speldorf fehlt eine Begegnugsstätte
Die Duisburger Straße in Mülheim-Speldorf könnte attraktiver sein.Foto: Roy Glisson

Speldorf. In Speldorf lässt es sich gut leben, finden die 30 bis 40 Personen, die bei der Bürgerversammlung im Vereinsheim an der Saarner Straße gemeinsam mit der Stadt an einem Leitbild für ihren Stadtteil strickten. Die Wohnqualität sei hoch, die Infrastruktur, ebenso wie die Grundversorgung (zumindest für Autofahrer), gut, das Sportangebot umfassend - und die Möglichkeiten zur Naherholung seien auch nicht schlecht. Was aber fehle sei ein Treffpunkt - eine Bürgerbegegnungsstätte. Und auch „so etwas wie ein Jugendzentrum“.

Wohnqualität ist gut

Ein bisschen weihnachtete es schon bei dem Zusammentreffen der Leitbildentwickler. Denn: Die IG Speldorf befürchtet, dass es mit der Adventsstimmung auf der Duisburger Straße diesmal nichts wird. „Unsere Weihnachtsbeleuchtung, die wir vor Jahren für 20.000 Euro angeschafft haben, können wir vermutlich nicht mehr nutzen. Das RWE fordert, dass wir neue Elektrokästen anschaffen und an den Laternen anbringen. Offen ist aber, ob wir dafür eine Genehmigung erhalten“, so IG-Vorsitzende Andrea Fleck zu einem Problem, für das „eine Lösung her sollte“.

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Um die Duisburger Straße ging es auch beim Thema Verkehr. Die Einführung von Tempo 30 im Bereich der Läden fordern Interessengemeinschaft und Bürgerverein. „Die Duisburger Straße ist stark frequentiert, dort wird zu schnell gefahren. Das macht das Stadtteilzentrum nicht gerade attraktiv“, erklärte Fleck. Andere Diskussionsteilnehmer befürchten, dass eine solche Verkehrsberuhigung nur zur Verlagerung des Verkehrs in die Nebenstraßen führt. Roland Jansen, Leiter der Verkehrsplanung, dazu: „Die Duisburger Straße gehört zum Vorbehaltnetz, zu den Hauptverkehrsstraßen. Eine Tempo 30-Zone , wie in Wohngebieten, kann dort nicht eingerichtet werden, höchstens eine Geschwindigkeitsbegrenzung durch Schilder auf 30 km/h. Ob die Voraussetzungen dafür aber gegeben sind, müsste die Stadt gemeinsam mit Polizei und Verkehrsbehörde erstmal näher prüfen.“

Wunsch nach mehr Sauberkeit und besserer ÖPNV-Anbindung

Weg mit dem Schwerlastverkehr, eine bessere ÖPNV-Anbindung und mehr Sauberkeit wünschen sich die Speldorfer. Größere Attraktivität könne auch durch die Belebung des Marktes und mehr Außengastronomie erzielt werden. Leerstände im Depot oder im Accos-Gebäude sollten beseitigt werden. Die Emmissionsbelastung durch das Fallwerk zu verringern, sei eines der wichtigsten Ziele, findet Dino Hammacher (Bürgerinitiative Speldorf Süd). Er ärgert sich, dass das nicht in die Zielvereinbarungen aufgenommen wurde.

Andrea Müller



Kommentare
05.09.2012
17:26
Eine Begegnugsstätte fehlt
von stirnrunzler1 | #3

Das Engagement der Speldorfer Geschäfte längs der Duisburger Straße steht außer Zweifel. Ob aber eine Beschränkung auf Tempo 30 nicht zu noch mehr Stau führt ? Oft sind lange Staus zu beobachten (vor allem verursacht durch die Straßenbahn) - der stockende Verkehr ist für Einkäufer wahrlich kein Gewinn (nur Abgase!). Dass das Depot nicht "läuft" hat auch mit der abseitigen Lage zu tun - wer soll dahin ? Alle Discounter hat man in den Hafenbereich gedrängt. Parkraumbewirtschaftung und -verknappung sorgen für Engpässe von Interessenten. Je länger an der Duisburger Straße gebaut wird - jetzt wieder wohl bis wenigstens November - desto mehr Menschen wandern ab, weil sie Umleitungen, Lärm und mangelnden Parkraum leid sind. Wer einmal den Gesamtbedarf auf der Weseler Straße gedeckt hat, der kommt nicht mehr nach Speldorf Mitte zurück. Lange Straßenbaustellen ziehen oft Leerstände/Insolvenzen nach sich. Vielleicht sollte man darüber auch mal nachdenken.

05.09.2012
09:26
für Sport fehlt Schwimmbad Linksruhr, Linie 134 gut , aber nicht genutzt
von wutmuelheimer | #2

Sportangebot gut? Nur wegen Victoria-Studios, die nicht im Zentrum liegen und auch nur für Autofahrer geeignet sind. Es fehlt eine zentrale Halle, die z. B. an der Ruhrorter Straße sinnvoller wäre als die Autohäuser. Der VFB wurde aus dem Zentrum verbannt .
Das ÖPNV-Angebot ist nicht sio sehr schlecht, der 134 verbindet ganz Speldorf , auch mit der 901 nach Duisburg und Mülheim Mitte und dem Real-Markt im Hafen. Er wird allerdings so gut wie gar nicht genutzt. Verbessserungswürdig sind die Anschlüsse vom 122 auf die 901 nach Duisburg und umgekehrt.

05.09.2012
09:14
Grundversorgung nur für Autofahrer
von wutmuelheimer | #1

Man beachte die Klammer im Text! Warum wird dieser wichtige Punkt so versteckt?? Seit Schließung von penny im Depot gibt es keinen Lebensmittelladen mehr im Zentrum von Speldorf. Das Depot könnte eine regelrechte Markthalle mit Bistro sein und /oder einen Versammlungsraum oder Jugendtreff (der auch im leerstehenden Geschäftsraum unterhalb des Fitnessstudios eingerichtet werden könnte) bieten. Beachtenswert positiv sind auch die Blumenpflanzungen, wohl vom Orts-und Kurverein, und die Installation von Sitzbänken vor dem Depot.

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