Design aus Mülheim
Im Rennen um den „Preis der Preise“
02.09.2010 | 16:38 Uhr 2010-09-02T16:38:00+0200
Neuigkeiten gibt es von Hermann Rokitta, dem Designer mit Firmensitz in Saarn, der Awards nur so sammelt.
Gleich mit vier Produkten ist er für den Designpreis der Bundesrepublik Deutschland nominiert, der gerne als „Preis der Preise“ bezeichnet wird. Teilnehmen können nur Unternehmen, deren Erzeugnisse bereits anderweitig prämiert und durch das Wirtschaftsministerium (Bund oder Land) vorgeschlagen wurden. Rokitta geht mit vier Designerstücken aus der Orthopädietechnik ins Rennen – eine Spezialität seines Hauses. Es sind Bandagen, die bestimmten Körperregionen Stabilität verleihen, etwa dem Hand- oder Hüftgelenk. Der Designpreis der Bundesrepublik, über den Anfang 2011 entschieden wird, ist mit keiner Prämie dotiert. Doch allein die Nominierung gilt als Qualitätssiegel.
Zudem wurde Rokitta („was mich besonders freut“) in die Jury des Internationalen iF Award für Produktdesign gewählt, den er selber bereits mehrfach bekam.
Doch der gebürtige Hamburger widmet derzeit auch seiner Wahlheimat Mülheim kreative Energie. Ihn beschäftigt intensiv die Frage, „wie wir unsere Stadt als Lebensmittelpunkt neu gestalten können“. Eine seiner Ideen: Ein ausrangierter ICE wird auf einer Ruhrbrücke platziert, und in jedem der mehr als 20 Waggons gibt es ein anderes Angebot, gastronomisch oder kulturell. Am 25. September um 18.30 Uhr hält Rokitta im leerstehenden Ladenlokal an der Schloßstraße 11 einen Vortrag über seine Utopien. Arbeitstitel: „Where the fuck is Mülheim?“

0mitdiskutieren