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Erhard Fischer (82),...

„Ich möchte nicht aufhören"

24.09.2009 | 19:44 Uhr

Manche Menschen gehen mit 65 Jahren in den Ruhestand, viele früher. Erhard Fischer, 82, kommt jeden Morgen zur Arbeit in sein Büro. Zwar nur noch in stark reduzierter Teilzeit, doch nahezu täglich beschäftigt ihn sein unternehmerisches Lebenswerk: der Platz am See.

„Ich möchte nicht aufhören”, sagt der Geschäftsführer der Campinggesellschaft am Entenfang mbH, „weil ich mich zu Hause kaum den ganzen Tag beschäftigen kann.” Seine Sehkraft betrage nur noch sechs Prozent. Das schwache Augenlicht reicht für Lektüre, für Fernsehen nicht aus. Die Zeitung liest ihm täglich seine Ehefrau vor.

Zu Fischers Familie gehören ferner: ein Sohn und zwei erwachsene Enkeltöchter, von denen die eine – 33 Jahre, gelernte Werbekauffrau – eigentlich als Juniorchefin einsteigen sollte. Daraus wird nun nichts, zu unterschiedlich sind die Vorstellungen. In seinem Job, so Fischer, „muss man bereit sein, gelegentlich zehn oder zwölf Stunden am Tag zu arbeiten, manchmal auch samstags und sonntags.” Der jungen Frau schwebt anderes vor – einen kleinen Urenkel gibt es nämlich inzwischen auch.

Erhard Fischer, der bis in seine frühen Vierziger als Beamter der Stadt Mülheim beschäftigt war, pachtete das Grundstück am See vom Grafen von Spee. Die Männer kannten sich nicht, doch schnell entdeckten sie Gemeinsamkeiten in der persönlichen Geschichte: „Wir sind beide Jahrgang 1927/28, waren Luftwaffenhelfer.” So etwas verbindet. Fischer, der zum Schutze von Fabrikanlagen in Oberhausen und Moers schon als 15-Jähriger schwere Geschütze bedienen musste, verbrachte drei Lebensjahre im Krieg, zuletzt auch an der Front, ein weiteres in französischer Gefangenschaft.

Geschäftsführer des Campingplatzes am Entenfang in Mülheim, Erhard Fischer Foto : Andreas Köhring

1970 begann er mit dem Bau des „Freizeitdomizils”, eröffnete 1971 und hatte nach eigener Aussage drei Jahre später alle Stellplätze vermietet. Er selber wohnt in einem Einfamilienhaus in Ratingen, bewusst nicht am Entenfang. „Den Grund kann ich Ihnen sagen”: Früher hatte er einen Platzverwalter, bei dem die Leute noch spät abends wegen verschiedener Anliegen anklopften. „Da haben Sie nie Ruhe!” Ansonsten: Gefallen würde ihm das Leben im Grünen schon. Stammgast ist er im japanischen Garten, der im Düsseldorfer Nordpark liegt.

Fischer fungiert immer noch als Chef von drei Firmen: eine handelt mit Mobilheimen und Wohnwagen, eine weitere wurde für Ver- und Entsorgungszwecke gegründet. Ein zweiter Campingplatz, in Hattingen, wird inzwischen von seinem Sohn Wolfgang geführt. Auch am Entenfang hat sich der Senior Unterstützung geholt: Gerhard van den Boom – „ein Freund” – stieg als Geschäftsführer mit ein.

Erhard Fischer kümmert sich, das bestätigen Bewohner des Platzes, gerne um die Kinder. Spendiert mal ein neues Spielgerät oder organisiert einen Ausflug – wie demnächst im Oktober zum Duisburger Legoland. Am Entenfang schwelen aber auch Konflikte, wobei die eine Seite über die teilweise unverschämten Mieter klagt, die andere über „Gutsherren-Gehabe”. Ja, es gebe Unruhe, bestätigt Fischer, Streit über Nebenkos-tenabrechnungen. Nun überlegt der 82-Jährige, sowohl die Gas- als auch die Stromversorgung des Platzes an Energieunternehmen zu verkaufen.

„In meinem Alter ärgere ich nicht nicht mehr”, sagt er. Aber man spürt: Es bewegt ihn doch.

Annette Lehmann

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Kommentare
15.07.2011
13:34
„Ich möchte nicht aufhören
von 04libuda | #41

ich kann mich dem oben geschriebenen nur anschließen. habe endlich mein mobilheim verkauft bekommen! zum glück!!! Vorsicht ist für jeden geboten der sich eins zulegen will!!! Nirgends wird auch nur ansatzweise erwähnt, dass man eine provision beim verkauf abdrücken muss, die nicht wenig ist!!!! der vorherige verpächter wollte bei einem verkaufspreis zwischen 8000-12000 euro von mir 4000euro haben!!! Abzocke und unmenschlich!!! der neue verpächter ist viel netter und humaner und bekam 2000euro! vielleicht nettes schwarzgeld was sehr wahrscheinlich niergendwo auftauchen könnte! mit der begründung ich gebe ihm keine möglichkeit meine bisher vermietete parzelle frei zu übergeben, so dass er sich was neues dort hinstellen kann, womit er mehr geld verdient! haha! aber dass ich ihm ein neues opfer bringe, dass miete einbringt, interessiert nicht! entweder man ist damit einverstanden oder man bekommt es dort auf dem campingplatz nicht verkauft! ENDE der Diskussion! immerhin ist es ja ein Mobilheim und kann theoretisch irgendwo anders aufgestellt werden. was in der praxis zu 95% auf grund der umbauten nicht möglich ist! Man schaue sich desweiteren die nebenkosten mal genau an! Allgemeinstrom betrug bei mir so viel wie mein eigener stromverbrauch!!! wie geht sowas??? Versorgt der campingplatz nebenbei noch halb Mülheim-selbeck? Hinzu kommt, dass die Stromzähler uralt sind und definitiv nicht mehr geeicht sind!!! Ungenaue Zahlen sind daher vorprogrammiert! Allgemein-Wasser-Uhr ist auch sehr amüsant, wenn man alleine dort lebt, kaum Wasser verbrauch und die netten Nachbarn im Sommer sogar den Weg bewässern, damit ihr auto nicht so zustaubt! Das zahlt man doch gerne mit! oder nicht? Amüsant war letztes jahr ebenfalls die erneuerung der gaszähleruhren, die für viele zur pflicht wurden!!! Nach der Montage durfte ich , wenn ich mich richtig entsinne, ca. 120euro dafür bezahlen. kein problem, soweit! Bis ich eine offizielle Rechnung inklusive der Mehrwertsteuer forderte!!! Die gab es nicht! Nur die gute Firma des Campingplatzes konnte diese Arbeit durchführen. Eine andere wurde nicht geduldet! Auf nachfragen einer anständigen Rechnung inkl. Mwst. kamenm die guten Damen und Herrn der Verwaltung ins stutzen und nach endloser Diskussion bekam ich eine Handschriftlich aufgelistete Rechnung, ohne details wie Lohnkosten und Materialkosten. Schön an den steuern vorbei...bei vielen Mietern, die nicht ausdrücklich nachhakten wie ich!
Ich mache mehr als 3 kreuze dass ich diese abzocker den rücken gekehrt habe und kann nur jeden davor warnen dort sich etwas zu kaufen!

08.02.2011
05:46
„Ich möchte nicht aufhören
von Maiki01 | #40

Hallo Kolobzeg,
ich hätte mich gefreut, zu erfahren, ob die Mails, die ich geschickt habe, hilfreich waren.

11.01.2011
20:35
„Ich möchte nicht aufhören
von Maiki01 | #39

Ich darf leider den Inhalt nicht posten.
Bitte nenne mir eine Mailadresse, wo ich es hin senden kann.
Oder sende mir Deine
maiki01@online.de

11.01.2011
09:48
„Ich möchte nicht aufhören
von Maiki01 | #38

Sorry für den späten Kommentar.
Ich habe natürlich die Verwaltung unter einem anderen Namen angeschrieben.
Die sollten nicht wissen, wer ich bin.
Hier die Antwortmails:

Guten Morgen Herr Braselfingen,





Unser Mietpreis beträgt pro m² jährlich 12,60 Nebenkosten 400,00 Kaution.

Es wird keine zusätzliche Zahlung fällig die zum Abschluß des Kaufvertrages oder Mietvertrages führt.

Gerne können Sie täglich unsere Objekte die zum Verkauf anstehen besichtigen.

Wir hoffen Ihnen weitergeholfen zu haben.





Mit freundlichen Grüßen

Freizeitdomizil am Entenfangsee

Petra Klockow



-Ursprüngliche Nachricht-
Von: heinz-maria-braselfingen@go4more.de [mailto:heinz-maria-braselfingen@go4more.de]
Gesendet: Dienstag, 23. November 2010 06:54
An: info@fd-entenfang.de
Betreff: Interesse am Kauf eines Wohmobils



Sehr geehrte Damen und Herren,



Ich habe gesehen, das auf Ihrem Platz einige Wohnmobile in unterschiedlichen

Preisklassen zum Verkauf stehen.



Ich hätte Interesse, ein solches zu erwerben.



Da ich beruflich viel unterwegs bin, wäre es für mich interessant, da es nur ein

kurzer Weg zum Düsseldorfer Flughafen ist.



Nun habe ich aber gelesen, das es bei Ihnen üblich ist, das man zusätzlich

zum Kaufpreis des Mobilheimes noch eine Summe an den Platz

bezahlen muss, um überhaupt einen Mietvertrag zu bekommen.



Ist das richtig und wie hoch ist diese Summe?



Interessant wäre für mich ein Platz von ca 100 - 150 m². Wie hoch sind dafür

die jährlichen Netto Mietkosten?



Ich würde mich über eine schnelle Antwort freuen, da ich in den nächsten

Tagen wieder hier in der Region sein werde.



Mit freundlichem Gruß



H.M. Braselfingen


Guten Morgen Herr Braselfingen,



die Kaution ist einmalig bei Mietbeginn zu zahlen.

Wir überprüfen die Zahlungsbonität vor Abschluß des Mietvertrages dazu brauchen wir nur eine Kopie des gültigen Ausweises der Interessenten.



Einen schönen Tag noch



Mit freundlichen Grüßen

Petra Klockow



-Ursprüngliche Nachricht-
Von: heinz-maria-braselfingen@go4more.de [mailto:heinz-maria-braselfingen@go4more.de]
Gesendet: Mittwoch, 24. November 2010 08:42
An: info@fd-entenfang.de
Betreff: Betreff: AW: Interesse am Kauf eines Wohmobils



Guten Morgen Frau Klockow,



ich danke für Ihre prompte Antwort.



Der Mietpreis ist in Ordnung, das Nebenkosten zu zahlen sind,

ist normal..



Sie schreiben aber in einem Satz über die jährlichen Kosten auch

eine Kaution von 400,-€

Ist die einmalig zu zahlen, oder jährlich?



Muss man, um einen Mietvertrag zu bekommen, irgendwelche

Kriterien erfüllen, oder würde den jeder bekommen?



Außer natürlich die Miete zu zahlen.



Ich hätte evtl. noch einen Bekannten, der auch Interesse hätte.

Wir haben auch keine Haustiere, sind ruhig und sauber.



Mit freundlichem Gruß



H.M. Braselfingen.

06.12.2010
15:18
„Ich möchte nicht aufhören
von kolobzeg | #37

Hallo Maiki01,

wann ist in Kürze?

Das Schreiben ist heißbegehrt!

Grüße

27.11.2010
08:12
„Ich möchte nicht aufhören
von Maiki01 | #36

Hallo, die erpressen und betrügen nicht nur wenn man verkaufen will. Das passiert auch, wenn man gekauft hat. Ich hatte damals ein fast fertiges im Frühjahr gekauft. Teilweise noch keine Fenster und keine Eingangstüre drin. Das Haus war somit nicht gegen Regen geschützt.
Am Wochenende darauf kam ich mit einem Anhänger mit Türe und Fenstern und wollte diese einbauen. Da erfuhr ich, das man das damals erst ab dem 1. November darf. Wir konnten das Mobi nicht nutzen, da es ein Rohbau war, aber voll kassieren, das taten die. Wir mussten Strom und Wasser bezahlen obwohl wir nichts hatten.

Ich frage mich, wenn man verkaufenn will und dieses erpresserische Abzockschreiben unterschreiben soll, warum wurde noch nie die Staatsanwaltschaft eingeschaltet?
Ich hatte einst einen Bekannten, der war Staatsanwalt. Leider ist er verstorben. Ich wollte damals verkaufen und erzählte ihm darüber.

Er bot mir an, mit zu kommen. Sollte mir solch ein Schreiben vorgelegt werden, würde er etwas dagen unternehmen.
So etwas wäre glatte Erpressung.

Ich habe aber ein aktuelles Schreiben der Verwaltung, das, wenn man dort etwas kauft, außer Kaufpreis, Miete und Kaution keine weiteren Zahlungen an die Verwaltung fällig wären.
Außerdem bekäme jeder der kommt bei Vorlage des Ausweises und nach Bonitätsprüfung einen Mietvertrag.

Dieses Schreiben werde ich in Kürze hier veröffentlichen.

17.09.2010
22:26
„Ich möchte nicht aufhören
von Reslan | #35

An alle Geschädigte: auch wir gehören jetzt zu den abgezockten! Wenn die Wut bei euch noch nicht abgeklungen ist dann meldet euch unter reslan@web.de.
Wir möchten eine Interessengemeinschaft gründen um zu prüfen, ob man nicht gegen diese Machenschaften am Entenfang etwas tun kann. Gemeinsam ist man stärker - auch die Medien können helfen.

27.07.2010
07:33
„Ich möchte nicht aufhören
von Birgit Langner | #34

FINGER WEG VOM ENTENFANG ES IST REINE ABZOCKE !!!!!!!!!!!!!!!!!!!
haben selbst jahrelang da gewohnt, es ist JEDEM DAVON ABZURATEN !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

24.07.2010
08:18
„Ich möchte nicht aufhören
von lilli | #33

habe da nochwas vergessen die menschen die da wohnen lachen dir ins gesicht und wenn du dich rumdrehst haste ein messer im rücken überlegt es euch etwas da zu kaufen

23.07.2010
20:08
Blockierter Kommentar.
von nichtgernemitdabei | #32

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