Hündin Emma – verzweifelt gesucht

Tarek Moussa und seine Frau Katrin suchen mit Fahndungsplakaten in Speldorf und Umgebung ihre Hündin Emma.
Tarek Moussa und seine Frau Katrin suchen mit Fahndungsplakaten in Speldorf und Umgebung ihre Hündin Emma.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Die kleine weiße Mischlingshündin lief weg, als ihre Besitzer in den Flitterwochen waren. Katrin und Tarek Moussa brachen ihre Hochzeitsreise ab und bitten nun um Hilfe bei der Suche nach Emma.

Mülheim.. Am Montag war es genau eine Woche her – am Montag vergangener Woche war Emma ausgebüchst. Die kleine weiße Hündin war zur Pflege bei Bekannten untergebracht, ihr Frauchen und ihr Herrchen befanden sich zu der Zeit auf ihrer Hochzeitsreise. Katrin und Tarek Moussa genossen schöne Stunden auf Sri Lanka, als sie die Nachricht ereilte: Emma ist weggelaufen. Umgehend buchte das junge Paar Rückflüge nach Deutschland.

Seitdem sucht nahezu ganz Speldorf nach der kleinen Hündin. Getürmt war Emma am Montag, 23. März, gegen 13 Uhr von einem umzäunten Grundstück an der Saarner Straße. „Das ist schon untypisch für Emma, die entfernt sich eigentlich nicht von ihrer Bezugsperson“, sagt ihr Besitzer Tarek Moussa. Der weiße Mischling rannte dann in Richtung Hochfelder Straße, wollte offenbar nach Hause, denn dort wohnen die Moussas.

Alle Hebel in Bewegung gesetzt

„Sie hat sich vor die Haustür gesetzt und gebellt. Doch als unsere Nachbarin sie einfangen wollte, ist sie wieder weggerannt“, berichtet der 35-Jährige. Gesichtet worden ist der Hund dann noch einmal an der Birkenstraße – seitdem fehlt jede Spur von Emma. Seine Halter Katrin und Tarek Moussa bringt es um den Schlaf, nicht zu wissen, was mit Emma geschehen ist, wo sie sich befindet, wie es ihr geht. Seit vier Jahren ist der Mischling Familienmitglied bei den Moussas – und soll es auch weiterhin sein.

Das junge Paar aus Speldorf hat nach seiner Rückkehr nach Mülheim alle Hebel in Bewegung gesetzt, um Emma wiederzufinden. „Wir haben zig Flyer verteilt und Plakate aufgehängt – auch in den Geschäften“, berichtet Tarek Moussa. Gerade andere Hundehalter berührt das Schicksal der Speldorfer offenbar. „Viele sind losgezogen, suchen nach Emma und sprechen auf ihren Spaziergängen auch andere Leute an, die gerade Gassi gehen.“ Stofffetzen mit ihrem Körpergeruch haben die Moussas ausgelegt, um Emma den Weg nach Hause zu weisen, dazu kleine Futterstellen im Umkreis ihrer Wohnung eingerichtet.

Sogar eine Nachtsichtkamera haben sie aufgestellt, um in jedem Fall mitzubekommen, wenn sich der verschüchterte Hund nähert. Denn ängstlich, das ist Emma. Deshalb bitten die Moussas um Vorsicht, falls jemand den Hund sieht und einfangen möchte. „Am besten informiert man uns direkt, auf uns ist sie fixiert.“ An die Nachbarschaft richtet Moussa die Bitte, in Garagen oder Schuppen nach dem Hund zu suchen, denn dort könnte er Schutz gesucht haben. „Vielleicht hat ja jemand Emma aufgenommen, der gar nicht weiß, dass wir sie verzweifelt suchen“, hofft Tarek Moussa noch immer auf ein Lebenszeichen von Emma.