HRW-Campus startet erst im Frühjahr

Dass der Eröffnungstermin der Hochschule an der Duisburger Straße zum Wintersemester in diesem Jahr knapp werden könnte, ist schon seit einigen Monaten bekannt. Zuletzt schien der Termin wieder haltbar. Gestern meldete der Bau- und Liegenschaftsbetrieb des Landes, dass der Betrieb an der Hochschule definitiv zum Sommersemester in Betrieb gehe. Der Kostenrahmen von 139 Millionen Euro werde aber eingehalten. Derzeit seien die Arbeiten zwei Monate in Verzug. Die Fertigstellung der Gebäude ist für Ende des Jahres vorgesehen. Doch aus organisatorischen Gründen ist ein Umzug nur in der vorlesungsfreien Zeit möglich. Und selbst dann wird es ein Kraftakt. Immerhin handelt es sich um einen Campus aus acht Gebäuden mit einer Größe von 43000 Quadratmetern, was in etwa einer Fläche von zehn Fußballfeldern entspricht. Insgesamt wurden 100 Aufträge europaweit ausgeschrieben und vergeben. Bei zwei Gewerken kam es allerdings aus dem Bieterkreis zu Vergabebeschwerden. Schon bei den Rohbauarbeiten bemühte ein unterlegener Bieter die Justiz, unterlag zwar in erster und zweiter Instanz, doch mit dem Rohbau konnte erst mit acht Monaten Verzögerung begonnen werden. Beim Schlüsselgewerk Elektro funkte das nächste Mal ein Bieter dazwischen, was den Zeitplan um weitere zwei Monate verzögerte. Trotz des hohen Engagements aller Beteiligten, so das BLB, konnte die Verzögerung nicht ganz ausgeglichen werden.

Die Hochschule nimmt es gelassen, denn ihr Wachstum werde dadurch nicht beeinträchtigt. „Wir können mit der Situation umgehen, da uns an den Interimsstandorten genügend Flächen zur Verfügung stehen. Der Platz reicht bis zum Sommersemester“, so Präsident Eberhard Menzel. Auch mit den Vermietern gäbe es kein Problem.