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Homosexualität als Herausforderung für die Kirche

13.09.2010 | 13:05 Uhr
Homosexualität als Herausforderung für die Kirche

Mülheim. Ein aktuelles und brisantes Thema hat die Katholische Akademie Wolfsburg ins Programm genommen: Am Freitag geht es um „Homosexualität – Herausforderung für Kirche und Theologie“. Ruhrbischof Overbeck hatte mit seinen Aussagen für Empörung gesorgt.

Die Katholische Akademie Wolfsburg hat ein brisantes aktuelles Thema ins Programm genommen: Eine Tagung am kommenden Freitag trägt den Titel „Homosexualität – Herausforderung für Kirche und Theologie“.

„In den vergangenen Wochen ist es zu heftigen Auseinandersetzungen zum Thema Homosexualität gekommen, vor allem hervorgerufen durch die Sendung mit Anne Will“, erklärt Akademie-Leiter Dr. Michael Schlagheck. Damit spielt er auf Äußerungen des Ruhrbischofs Franz-Josef Overbeck in der ARD-Sendung vom 11. April an. Overbeck hatte Homosexualität dort als Sünde bezeichnet. „Das widerspricht der Natur.“ Dass Sexualität nur zwischen Mann und Frau stattzufinden habe, sei „von Gott für uns gedacht“, meinte der Bischof. Es sei eine moralische Norm, nach der sich die Menschen zu richten hätten, damit die Gesellschaft wachsen und leben könne.

Overbecks Äußerungen hatten große Empörung vor allem bei Homosexuellenverbänden, aber auch in weiten Gesellschaftsteilen hervorgerufen. Inzwischen traf sich der Bischof mit Vertretern von Schwulen und Lesben zu einem klärenden Gespräch. Nun widmet die Wolfsburg eine Tagung dem Thema „Homosexualität – Herausforderung für Kirche und Theologie“. Sie findet am Freitag, den 17. September, von 17.30 bis 21.30 Uhr in ihrem Haus am Falkenweg 6 statt.

Drei Referenten sind eingeladen: Sprechen werden Prof. Wolfgang Senf zu medizinischen Aspekten (Titel: „Straftat – Krankheit – Lebensform“), Prof. Peter Schallenberg zur Homosexualität in der Katholischen Sozialethik und Dr. Wunibald Müller über seelsorgliche-spirituelle Perspektiven.

DerWesten



Kommentare
16.09.2010
12:54
Homosexualität als Herausforderung für die Kirche
von rally | #29

Und den Kommentar dazu hoffentlich auch!!!

Hier:
Es ist schon ein falscher Ansatz, Ehe und Familie in einem Atemzug zu nennen. Eine Familie mit Kindern ist förderungswürdiger als eine “bloß” kinderlose Ehe. Das Bundesverfassungsgericht hat zu Recht festgestellt, dass der Schutz der Ehe nicht dadurch weniger wird, dass andere Lebensgemeinschaften ebenfalls diesen Schutz genießen. Bei Menschen, die eine Ehe aufgrund ihrer sexuellen Orientierung gar nicht eingehen können, bleibt es bei einer Diskriminierung, wenn ihnen nicht ein vergleichbares Institut angeboten wird.

Eine Gefährdung des Gemeinwohls – wie im Artikel unterstellt – ist nicht zu sehen, wenn der Staat Menschen, die dauerhaft Verantwortung füreinander übernehmen, in gleicher Weise fördert, zumal wenn ihr Zusammenleben wesentlich gleich ist. Dies ist bei gleichgeschlechtlichen Paaren wie auch Ehepaaren der Fall.

16.09.2010
12:39
Homosexualität als Herausforderung für die Kirche
von FabianLo | #28

Eine interessante These habe ich so eben vom Günter Danhel zu Homosexualität gelesen: Eine rechtliche Gleichstellung von homosexuellen Partnerschaften untergräbt diese Sonderstellung. Dazu darf es nicht kommen. Quelle: http://bit.ly/cLPXwf

15.09.2010
18:12
Blockierter Kommentar.
Name von Moderation entfernt | #27

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

14.09.2010
20:15
Homosexualität als Herausforderung für die Kirche
von rally | #26

Was ist „Normal“
Das Problem ist nicht die Begrifflichkeit der Entartung, dies ist eine biologische Begrifflichkeit, die unter anderem maßgeblich zur Erklärung der Evolution herangezogen wird.

Mutationen im Erbgut sind die Grundlage zur Ausbildung der Artenvielfalt unserer Erde, der Flora und Fauna, eben auch des Menschen in seiner Unterschiedlichkeit und Ausprägung.

Das Problem ist jedoch:

1. Aus der Natur kann kein Maßstab über Moral und Sitte abgeleitet werden, in der Philosophie bezeichnet man dies durch den Begriff des naturalistischen Fehlschlusses.

Manche Spinnenkinder fressen nach dem Schlüpfen ihre Mutter, manch Spinnenweibchen nach dem Sexualakt das Männchen. (um nur einmal ein Beispiel zu nennen, es gibt Hunderte dieser Verhaltensweisen, sie alle sind typisch für sich und haben sich als Instrument der Arterhaltung herausgebildet - und zwar nicht gewollt sondern als Folge der Evolution durch einen Selektionsvorteil.

2. Die Umdefinition des Begriffe in gegen die Art gerichtet, so ist dies eine ideologische Anschauung, die nicht belegbar ist.

3. Im Rahmen des menschenverachtenden Systems des Nationalsozialismus wurde vieles als entartet bezeichnet - unter anderem der Bereich der entarteten Kunst.
Wie aber kann Kunst gegen die Art gerichtet sein.

4. Zur Homosexualität: Diese findet sich bei allen höher entwickelten Säugetieren, die zumeist nicht in ihrer Art bedroht sind.
Ein Zeichen dafür, dass auch Homosexualität einen gewissen Selektionsvorteil bildet - nicht im Kontext der eigenen Weitergabe von Genen, sondern als ausgleichendes Moment, um eine zu hohe (!) Ausbreitung zu verhindern.

Schon jetzt ist dieser Planet überbevölkert - wollen die Menschen tatsächlich die Frau zur reinen Reproduktionsinstanz werden lassen, soll die ganze Gesellschaft alleinig der Weiterverbreitung des Menschen dienen?

Nein, warum viele so argumentieren:
In dem Weltbild der Rechtsextremen gibt es den deutschen Menschen, früher (u.a. neben Engländern, etc.) als arisch bezeichnet.
Und dieser ist tatsächlich auf dem Rückzug, weil die Deutschen keine hohe Geburtenrate aufweisen.

Der Mensch jedoch insgesamt, er pflanzt sich munter fort.

7 Milliarden Menschen, Tendenz steigend.
3 bis 6/7 Prozent Homos - eigentlich doch ein Segen! :-)

14.09.2010
19:57
Homosexualität als Herausforderung für die Kirche
von Lichtbringer | #25

@22 und 23:
Warum sollte ein Schwuler (usw.) aus der Kirche austreten?
Wie es eben schon gesagt wurde...
Juden treten auch nicht der NPD bei und beschweren sich dann über deren Ansichten!

Ich würde nie einer Gemeinschaft beitreten, die so derbe gegen meine Ansichten verstößt! Sie scheinen damit wohl kein Problem zu haben, Kajovo! Daß Sie morgens noch in den Spiegel schauen können.... *kopfschüttel*

14.09.2010
18:27
Homosexualität als Herausforderung für die Kirche
von pantelitz | #24

In meiner alten Lutherbibel und in der Einheitsübersetzung ist bei 1. Tim. und 9. Kor. nicht von Männern, die bei Männern liegen, die Rede, sondern von Knabenschändern! Das ist ja wohl ein kleiner Unterschied.

Es gibt bessere Möglichkeiten, sich auf moralische Standards zu einigen, als z.B. Briefe des Epileptikers Paulus zugrunde zu legen und kühn zu behaupten, die seien göttlich inspiriert. Und die Briefe an Timotheus stammen noch nicht mal von Paulus selbst.

14.09.2010
12:52
Homosexualität als Herausforderung für die Kirche
von jo kramer | #23

zu Kajavo:
das gewissen als oberste instanz - bezüglich homosexualität sehen das weder overbeck noch der papst noch sonst irgendein hoher vertreter der katholischen kirche so. nein, sie ordnen ihre feste gewissheit darüber, was sünde sei, dem persönlichen gewissen eindeutig über.

und es bleibt ja nicht beim vorwurf der sünde: äußerungen des papstes und anderer kirchlicher funkitionäre, in denen schwule und lesben mit einer gefahr für die gesellschaft, einer kultur des todes usw. gleichgesetzt werden, sind unzählbar. es vergeht ja kaum eine woche, in der man in entsprechenden medien nicht wieder von einer neuen katholischen attacke gegen diese minderheit lesen muss.

ob das, was diese kirche hier betreibt, als hetze bezeichnet werden kann, darüber mag man streiten. nahe dran ist es jedenfalls.

und sicherlich tragen diese regelmäßigen verbalen attacken indirekt mehr als nur ein scherflein zur alltäglichen gewalt und diskriminierung gegen schwule und lesben bei.

und deshalb sollte kein schwuler, keine lesbe und überhaupt kein mensch, der es falsch findet, minderheiten zu beleidigen, diese insitution durch seine mitgliedschaft finanziell und symbolisch unterstützen.

14.09.2010
09:58
Homosexualität als Herausforderung für die Kirche
von Kajovo | #22

Warum soll ein homosexueller Mensch aus der Kirche austreten wie hier einige empfehlen? Fest steht doch, das der Mensch zuerst seinem Gewissen verpflichtet ist und auch die kath. Kirche lehrt, das das gewissen die oberste Instanz ist. Wenn ich also mit meinem Gewissen im Reinen bin, kann ich doch ohne weiteres meinen Glauben in dieser Kirche leben.

14.09.2010
08:03
Homosexualität als Herausforderung für die Kirche
von Olli W. | #21

Mose???
Röm. 1:24-27, 1.Tim. 1:9-11, 1.Kor. 6:9-11.

14.09.2010
07:49
Homosexualität als Herausforderung für die Kirche
von Agnostiker | #20

Seid wann befinden sich die Bücher Mose im NT ?????

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